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Bahnhofsmission statt Vertreibung!

  • Montag, 5. Mai 2025 @ 14:06
Gemeinderat
Heute starteten offiziell die Bauarbeiten zur umfassenden Sanierung des Busterminals beim Linzer Hauptbahnhof. Während das Projekt mit einer verbesserten Infrastruktur für Fahrgäste beworben wird, ignoriert es zentrale soziale Bedürfnisse: Es gibt weder einen stationären Sozialdienst noch öffentlich zugängliche, kostenlose WC-Anlagen.

„Ein Terminal, der täglich von 6.000 Menschen frequentiert wird, braucht nicht nur ein neues Outfit, sondern auch Menschlichkeit“, kritisiert Michael Roth-Schmida,



„Obdachlose Menschen werden einfach vertrieben, statt ihnen Hilfe und Schutz zu bieten. Das ist unsozial und nicht hinnehmbar.“

Bereits vor einem Jahr brachte die KPÖ einen Antrag im Gemeinderat ein, um ein Pilotprojekt für eine Bahnhofsmission zu starten – mit Ruheraum, sanitären Anlagen und einem Beratungsangebot für Menschen in Notlagen. Passiert ist seither nichts. In Graz wurde bereits ein solches Pilotprojekt erfolgreich getestet und als dauerhaftes Tageszentrum eingerichtet.

Besonders zynisch: Während in Städten wie Dornbirn sogenannte Anti-Obdachlosen-Bänke entfernt werden, werden in Linz genau solche Bänke – mit Mittelstreben zum Verhindern des Liegens – neu aufgestellt, wie auf heute veröffentlichten Bildern zu sehen ist. Zusätzlich soll ein Wachdienst für die Vertreibung ungewollter Personengruppen sorgen. Die KPÖ fordert ein Ende der Verdrängungspolitik und die sofortige Einrichtung eines sozialen Bahnhofsprojekts – mit Betreuung, Respekt und menschenwürdigen Lösungen.

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