Die bekannt gewordenen Pläne zur massiven Erweiterung des Google-Rechenzentrums in Kronstorf bestätigen die kritische Position der KPÖ Oberösterreich zum Mega-Vorhaben. Bereits auf ihrer Landeskonferenz im November 2025 forderte die KPÖ in einer Resolution einen Stopp des Großprojekts und warnte vor den ökologischen Folgen, dem enormen Energie- und Ressourcenverbrauch sowie der intransparenten Vorgangsweise des Landes.
Wir befinden uns an einem historischen Wendepunkt: Das Google-Großprojekt in Kronstorf zeigt wie unter einem Brennglas, was passiert, wenn globale Tech-Giganten auf behördliche Geheimhaltung treffen. Wir – ein Netzwerk aus Wissenschaft, Kunst, Aktivismus und direkt betroffenen Bürger:innen – sagen laut und deutlich: Es reicht! Wir sind nicht gegen Digitalisierung, aber wir verweigern uns einer Digitalisierung, die auf Kosten unserer Lebensgrundlagen geht. Kommt zu unserer Kundgebung und unterstützt uns dabei, Kronstorf zu unserem Real-Labor und Mahnmal zu machen, um einen Wendepunkt für eine demokratisch kontrollierte Digitalisierung einzuleiten!
Noch im April verkündete die Bundesregierung eine Einigung für das Budget 2027 und 2028. Einmal mehr soll kräftig gekürzt werden. Während Menschen mit geringen Einkommen zukünftig wieder höhere Beiträge in die Arbeitslosenversicherung zahlen, erhalten Unternehmen gleichzeitig über die Senkung der Lohnnebenkosten Milliarden und der Staat investiert kräftig in neue Panzer und Drohnen. Im Juni steht jetzt die Budgetdebatte im Nationalrat und anschließend der Beschluss an.
Die 29. Landeskonferenz der KPÖ-Oberösterreich lehnt das geplante Google-Rechenzentrum in Kronstorf entschieden ab.
Obwohl das Projekt als „grün“ präsentiert wird, zeigt die Genehmigungslage ein völlig anderes Bild: Täglich sollen rund 198,63 Megawattstunden Abwärme ungenutzt in die Enns eingeleitet werden – genug, um Tausende Haushalte zu beheizen. Gleichzeitig entnimmt der Konzern 17,52 Millionen Liter Wasser pro Tag und gibt es erwärmt in den Fluss zurück, was eine vermeidbare Belastung eines ohnehin sensiblen Ökosystems darstellt.
Statement von GRin Gerlinde Grünn bei der von der ÖVP eingebrachten aktuelle Stunde „Linz darf nicht stillstehen – Jetzt die Wirtschaft entfesseln statt weiter verwalten“:
Die KPÖ begrüßt die Initiative des Gemeinderats von Großraming, der eine Resolution zur Erhöhung vermögensbezogener Steuern beschlossen hat. Auch Linz sollte diesem Beispiel folgen und eine gleichlautende Resolution an die zukünftige Bundesregierung richten. Ein entsprechender Resolutionsantrag wurde von der KPÖ-Fraktion nun auch für Linz gestellt und steht bei der kommende Gemeinderatssitzung zur Diskussion. "Der Gemeinderat von Großraming hat Recht: Die neoliberale Mär, dass die öffentliche Hand ein Ausgabenproblem habe, wird besonders deutlich in Gemeinden und Städten widerlegt.
Statement von Fraktionsvorsitzende und Gemeinderätin Gerlinde Grünn in der von der SPÖ-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Aktuellen Stunde zum Thema „Industriestadt Linz: Standort stärken - Arbeitsplätze sichern!“:
Vor etwa drei Jahren erwarb der Multimillionär und ÖVP-Unterstützer Siegfried Wolf das MAN-Werk in Steyr. Der Kaufpreis: Ein symbolischer Euro. Seit der Übernahme hat sich die Lage für die Belegschaft dramatisch verschlechtert. Schon kurz nach der Übernahme drängte Wolf auf Lohnkürzungen und Massenkündigungen. Von den ursprünglich rund 2.000 Beschäftigten wurde in den darauffolgenden drei Jahren etwa die Hälfte gekündigt.
Brisant sind neue Enthüllungen vom Profil: Wolf kassierte mit dem Werk ordentlich ab. Alleine für das Geschäftsjahr 2022 schüttete er sich unglaubliche 107 Millionen Euro Dividenden aus. Kapitalismus eben.