Antrag: Bessere Integration des Regionalbusverkehrs in den Linzer öffentlichen Verkehr
- Donnerstag, 28. Mai 2026 @ 13:06
Für die Gemeinderatssitzung am 28.05.2026 hat die KPÖ-Fraktion einen Antrag zur besseren Integration des Regionalbusverkehrs in den Linzer öffentlichen Verkehr eingebracht. Der Wortlaut des Antrages: Bessere Integration des Regionalbusverkehrs in den Linzer öffentlichen Verkehr
In Linz besteht derzeit ein weitgehendes Nebeneinander der unterschiedlichen öffentlichen Verkehrssysteme und Betreiber mit nur wenigen Berührungs- und Kooperationspunkten. Insbesondere zwischen den Linz Linien und den Regionalbuslinien des OÖ Verkehrsverbundes besteht weiterhin erheblicher Verbesserungsbedarf bei Abstimmung, Information und Verknüpfung der Angebote.
Andere Städte – sowohl in Österreich als auch international – sind bei der Integration unterschiedlicher öffentlicher Verkehrssysteme bereits deutlich weiter. So werden etwa im Grazer Verkehrslinienplan auch Regionalbuslinien samt Haltestellen dargestellt, während man in Salzburg bereits auf einheitlich gestaltete Fahrgastinformationen für Stadt- und Regionalverkehr setzt. In Bregenz wiederum wird in den Bussen auf den Displays angezeigt, zu welchen Stadtbus- und Regionalbuslinien umgestiegen werden kann – inklusive Echtzeitinformationen zu den Anschlüssen.
Auch in Städten wie Zürich oder Wien sind regionale Bahn- und
Busverbindungen selbstverständlich in Netzpläne, Fahrgastinformationen und digitale Echtzeitsysteme des städtischen öffentlichen Verkehrs integriert.
Auch in Linz sollte die Integration des Regionalbusverkehrs deutlich verbessert werden. Dies betrifft insbesondere die Abstimmung der Netze, die Darstellung in Liniennetzplänen sowie die Fahrgastinformation der Linz Linien – etwa auf digitalen Anzeigen, in Apps oder durch Durchsagen in
Fahrzeugen. Das bestehende Angebot des regionalen öffentlichen Verkehrs sollte für die Linzer Bevölkerung sichtbarer gemacht und als Teil des öffentlichen Gesamtverkehrssystems verstanden werden.
Gerade für viele Linzer:innen stellen Regionalbuslinien wichtige und teilweise besonders schnelle Verbindungen dar. In mehreren Fällen bieten sie attraktive Ergänzungen zum städtischen öffentlichen Verkehr und können einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion des Autoverkehrs leisten.
Derzeit geht die mangelnde Integration teilweise sogar so weit, dass auf einzelnen Regionalbuslinien das Einsteigen innerhalb des Stadtgebiets nicht erlaubt ist. Begründet wurde diese Maßnahme vor Jahren mit der Beschleunigung des Busverkehrs und der besseren Einhaltung von Fahrplänen. Aus unserer Sicht sollte die Beschleunigung des Busverkehrs jedoch vorrangig durch infrastrukturelle Maßnahmen erreicht werden
– etwa durch Busspuren, Pförtnerampeln, Bevorzugung an Kreuzungen oder den Ausbau von Kaphaltestellen. Zudem ermöglicht die hohe Zahl an Zeitkartenbesitzer:innen im öffentlichen Verkehr bereits heute einen raschen Fahrgastwechsel. Darüber hinaus sollte geprüft werden, ob – analog zu den
Linz Linien – auch in Regionalbussen innerhalb des Stadtgebiets ein Einsteigen ohne Fahrscheinkontrolle ermöglicht werden kann.
Der Gemeinderat beschließe folgenden Antrag:
„Das für Mobilität zuständige Mitglied des Stadtsenats, Vizebürgermeister Martin Hajart, wird aufgefordert, mit dem OÖ Verkehrsverbund sowie der Linz AG Linien Gespräche aufzunehmen, mit dem Ziel, den Regionalbusverkehr besser in den innerstädtischen öffentlichen Verkehr zu integrieren und dessen Nutzung innerhalb des Stadtgebiets zu erleichtern.






