Linz braucht Lebensqualität statt Retro-Verkehrspolitik
- Dienstag, 19. Mai 2026 @ 14:56
„Die ÖVP will mehr leistbare Parkplätze für Autos in Linz. Wir wollen mehr leistbare Wohnungen für Menschen“, erklärt Michael Roth-Schmida zur Retro-Verkehrspolitik der Volkspartei.
Statt wertvollen Stadtraum weiter dem Autoverkehr zu opfern, brauche Linz mehr Lebensqualität – durch breitere Gehsteige, den Ausbau der Radwege, attraktive Öffis und Verkehrsberuhigung. Die KPÖ Linz spricht sich zudem für mehr Parkdruck aus: weniger Stellplätze und höhere Kosten für das Abstellen von Fahrzeugen. Ein Antrag für höhere Gebühren für große Autos beim Bewohner:innenparken wurde von der Gemeinderatsmehrheit abgelehnt. „Das Parken in Linz ist insgesamt viel zu billig“, kritisiert Roth-Schmida.
Auch Gewerbetreibende profitieren von weniger Autoverkehr: Eine höhere Aufenthaltsqualität, sichere Geh- und Radwege sowie verkehrsberuhigte Straßen stärken den lokalen Handel und machen Einkaufsstraßen attraktiver. Städte in ganz Europa zeigen, dass lebendige Stadtviertel nicht durch mehr Autos, sondern durch mehr Platz für Menschen entstehen.
Bereits mehrfach hat die KPÖ darauf hingewiesen, dass der motorisierte Individualverkehr in Linz weiter wächst. Gleichzeitig würden Großgaragen, neue Stellplätze und zusätzliche Straßen den Autoverkehr weiter fördern. „Ohne Einschränkungen beim Autoverkehr wird es keine echte Verkehrswende geben. Mehr Autos in die Innenstadt zu holen, ist jedenfalls keine gute Idee.“, so Roth-Schmida.
Der KPÖ-Gemeinderat hofft, dass möglichst viele Bewohner:innen ihren Unmut über die Vorschläge der ÖVP deutlich machen und diese Retro-Ideen niemals umgesetzt werden.









