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Wie steht´s um das Wohnen in Wels?

  • Montag, 25. November 2019 @ 10:07
Kommunal Ist-Zustand: Wenn das Wohnungswesen privat organisiert ist, werden Wohnungen gebaut, die von wohlhabenden Einzelpersonen und Immobilienfirmen gekauft werden, um diese weiterzuvermieten. Ziel dieser Vermieter*innen/Investor*innen ist es einen möglichst hohen Gewinn mit den gekauften Wohnungen zu erzielen.

Umgekehrt haben die Mieter*innen das Interesse möglichst wenig Miete zu zahlen und dabei einen möglichst hohen Wohnkomfort zu genießen. Dieser grundsätzliche Widerspruch lässt sich am privaten Wohnungsmarkt nicht auflösen.

Seit der Wirtschaftskrise 2007/2008 sind vielerorts die Mieten und die Immobilienpreise stark angestiegen. Dies liegt daran, dass für Investor*innen, welche ansonsten in Unternehmensanleihen, Aktien, oder andere Finanzprodukte investiert haben Wohnungen als sichere und dennoch gewinnbringende Geldanlage gelten.

Zwar sind die Wohnungsmieten in Wels im Vergleich zu anderen österreichischen Städten nicht übermäßig teuer, dennoch muss rund ein Drittel der Welser Mieter und Mieterinnen 50 Prozent ihres Einkommens oder sogar noch mehr für Wohnen ausgeben. Daher verwundert es auch nicht, dass bei den Wohnungsgenossenschaften in Wels 2000 Menschen als wohnungssuchend gemeldet sind.

Ist deren Ziel doch die Schaffung preisgünstigen Wohnraums. Einen Blick auf die Homepages der in Wels anbietenden Wohnungsgenossenschaften (LAWOG, WSG und Neue Heimat) verrät aber, dass deren aktuell freie Wohnungen sich nicht wesentlich von den Preisen am privaten Wohnungsmarkt unterscheiden.

Unsere langfristige Vision:

In unserer langfristigen Vision soll niemand mehr Profite mit der Miete machen können. Wer sich also keine Eigentumswohnung leisten kann, der/die soll nicht von privaten Vermieter*innen ausgebeutet werden, sondern als Mieter*in von Genossenschaften oder der Gemeinde nur so viel Miete zahlen, wie für den Bau und Erhalt der Wohnung gebraucht wird. Ziel muss deshalb die Förderung von öffentlichem Wohnungseigentum sein.

Dabei handelt sich es aber nicht bloß schlicht um Verstaatlichung des Wohnungswesens, welches von Staatsangestellten verwaltet wird. Sondern, um eine Vergesellschaftung von Wohnraum, welcher so weit als möglich unter Beteiligung der Bewohner*innen selbstverwaltet werden soll.

Forderungen an den Welser Gemeinderat:
- Die Stadt Wels soll 2000 neue Gemeindewohnungen in den nächsten 10 Jahren schaffen.
- Einrichtung eines Kautionsfonds der Stadt Wels für die Leihe der Wohnungskaution für bedürftige Welser*innen. Nach dem Vorbild der Städte Graz, Salzburg und Linz, welche diesen bereits verwirklicht haben.
- Stärkere Einbindung der Mieter*innen in die Anliegen der Wohnungsgenossenschaften.
- Transparente und soziale Kriterien bei der Vergabe von Genossenschaftswohnungen durch die Stadt Wels.
- Bei Umwidmungen von Grünland in Bauland sollen mindestens 70 Prozent für den sozialen Wohnbau reserviert werden.




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