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VCÖ: In OÖ wächst Zahl der Autos stärker als Einwohnerzahl

  • Freitag, 19. Mai 2017 @ 17:18
Verkehr Außerhalb von Linz nimmt die Zahl der Autos deutlich stärker zu als die Einwohnerzahl, macht der VCÖ aufmerksam. In Linz ist die Zahl der Autos pro 1.000 Einwohner am niedrigsten, im Bezirk Eferding am höchsten. Der VCÖ betont, dass durch die Stärkung der Ortskerne und einem Stopp der Zersiedelung die Abhängigkeit vom Auto verringert werden kann. Zudem ist das Mobilitätsangebot für die Bevölkerung durch Gemeinde-Carsharing, Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und der Radinfrastruktur zu verbessern.

"Außerhalb von Linz nimmt die Zahl der Autos stärker zu als die Bevölkerungszahl. Diese Entwicklung verteuert die Mobilität der Haushalte, erhöht die Belastung der Straßen und die Staugefahr und erschwert das Erreichen der Klimaziele", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest.

Eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt, dass nur in Linz, Steyr und Wels der Pkw-Motorisierungsgrad unter 600 pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner liegt. Die meisten Autos im Verhältnis zur Einwohnerzahl gibt es im Bezirk Eferding mit 664 Pkw / 1.000 Einwohner, im Jahr 2010 waren es mit 615 deutlich weniger. Sehr hoch ist die Anzahl der Autos in den Bezirken Ried im Innkreis (655 / 1.000 Einwohner), Wels Land (654/ 1.000 Einwohner), Grieskirchen (653 /1.000) und Rohrbach (649 / 1.000).

"Die Schere zwischen Stadt und Land geht beim Autobesitz immer weiter auseinander. Das sieht man auch daran, dass nur in Linz seit dem Jahr 2010 die Bevölkerungszahl stärker gestiegen ist als die Zahl der Autos", macht VCÖ-Experte Gansterer aufmerksam. In Linz kommen auf 1.000 Einwohner 502 Pkw, im Jahr 2010 waren es 507, aber im Jahr 2015 war der Motorisierungsgrad mit 501 niedriger als im Vorjahr.

Der VCÖ betont, dass auch in den Regionen die teure Auto-Abhängigkeit verringert werden kann. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Siedlungsentwicklung und die Wohnbaupolitik. Acht von zehn Alltagswegen beginnen oder enden zu Hause. "Wenn Ortskerne gestärkt werden und Betriebe so angesiedelt werden, dass die Beschäftigten sie auch gut mit Bus, Bahn oder Fahrrad erreichen können, dann sind die Menschen auch weniger aufs Auto angewiesen und können ihre Ausgaben für Mobilität verringern", betont VCÖ-Experte Gansterer. Neben einem dichten Öffentlichen Verkehrsnetz sind häufige Verbindungen heutzutage auch außerhalb der klassischen Pendlerzeiten wichtig. Die Arbeitszeiten werden flexibler, die Teilzeitarbeitsplätze nehmen stark zu. Die beliebten E-Fahrräder in Kombination mit dem Ausbau der Radinfrastruktur erhöhen ebenfalls die Freiheit in der Verkehrsmittelwahl.

Großes Potenzial hat zudem Carsharing in den Regionen. Gemeinden können kommunales Carsharing anbieten, bei Wohnhausanlagen kann ein gemeinsam nutzbarer Fahrzeugpool - von E-Autos über Elektro-Fahrräder und auch Transportfahrrädern - den Haushalten zumindest ein Zweitauto ersparen..

Der VCÖ erinnert an die Inhalte des Klimaabkommens von Paris. Um die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu beschränken und damit massive Schäden durch den Klimawandel zu verhindern, wurde der weltweite Ausstieg aus fossilen Energieträgern bis zum Jahr 2050 beschlossen. Der Verkehrssektor muss spätestens im Jahr 2050 unabhängig von Erdöl sein. "Dieses Ziel ist nur mit weniger Autoverkehr erreichbar", macht VCÖ-Experte Gansterer deutlich.

VCÖ: Nur in Linz ist Bevölkerungszahl stärker gestiegen als Zahl der Autos (Pkw pro 1.000 Einwohner im Jahr 2016 - in Klammer Jahr 2010)

1. Linz: 502 Pkw pro 1.000 Einwohner (507 )
2. Steyr: 559 (520)
3. Wels: 583 (550)
4. Bezirk Linz Land: 621 (591)
5. Bezirk Gmunden: 628 (584)
6. Bezirk Urfahr Umgebung: 630 (596)
7. Bezirk Vöcklabruck: 631 (590)
8. Bezirk Kirchdorf an der Krems: 632 (581) 8. Bezirk Freistadt: 632 (587) 10. Bezirk Perg: 633 (591)
11. Bezirk Schärding: 640 (587)
12. Bezirk Braunau am Inn: 642 (593)
13. Bezirk Steyr Land: 646 (603)
14. Bezirk Rohrbach: 649 (596)
15. Bezirk Grieskirchen: 653 (609)
16. Bezirk Wels Land: 654 (609)
17. Bezirk Ried im Innkreis: 655 (607)
18. Bezirk Eferding: 664 (615)
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2017


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