Google-Ausbaupläne bestätigen Kritik der KPÖ
- Montag, 13. Juli 2026 @ 06:42
Besonders problematisch ist, dass für ein Projekt dieser Größenordnung nach derzeitiger Rechtslage offenbar keine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung vorgesehen ist. Angesichts des enormen Flächen-, Energie- und Ressourcenverbrauchs zeigt sich, dass das UVP-Recht den Herausforderungen solcher Mega-Rechenzentren hinterherhinkt. Gleichzeitig hält sich die Landespolitik mit Informationen weiterhin bedeckt, anstatt die Bevölkerung frühzeitig und transparent einzubinden.
„Ein Milliardenprojekt eines internationalen Technologiekonzerns darf nicht ohne ausreichende öffentliche Kontrolle umgesetzt werden. Die Interessen von Mensch, Umwelt und künftigen Generationen müssen Vorrang vor den Profitinteressen globaler Konzerne haben. Oberösterreich braucht eine Standort- und Wirtschaftspolitik, die regionale Wertschöpfung, gute Arbeitsplätze und ökologische Nachhaltigkeit stärkt, statt mit öffentlichen Ressourcen die Expansion energieintensiver Digitalkonzerne zu fördern. Digitale Infrastruktur ist wichtig – sie muss aber der digitalen Souveränität Europas und dem Gemeinwohl dienen, anstatt die Abhängigkeit von wenigen US-Technologiekonzernen weiter zu verfestigen“, so Michael Roth-Schmida, stellvertretender Landessprecher der KPÖ Oberösterreich.
Die KPÖ Oberösterreich unterstützt die Proteste gegen den Ausbau und ruft zur Teilnahme an der Kundgebung am Freitag, 17. Juli, auf. Es braucht volle Transparenz, eine umfassende Prüfung der Auswirkungen des Gesamtprojekts und einen Stopp des Google-Rechenzentrums in seiner derzeit geplanten Form.
Resolution: Kein Google-Rechenzentrum in Kronstorf! https://ooe.kpoe.at/article.php/20251201161308811
(Foto von İsmail Enes Ayhan auf Unsplash)




