Autoritärer Irrweg Welser Ordnungswache
- Freitag, 21. November 2025 @ 15:38
Denn diese Aufwertung folgt einer autoritären Logik. Bürgermeister Rabl denkt laut über die Einführung einer bewaffneten Stadtpolizei nach. In der Zeitung fantasierte er sogar von der Möglichkeit, dass kommunale Ordnungskräfte künftig selbst Strafen eintreiben und Gelder behalten könnten. Solche Maßnahmen sind nicht nur politisch fragwürdig, sondern auch verfassungsrechtlich untragbar. Kommunale Polizeikörper sind laut Bundesverfassung nur in engen Grenzen denkbar. Das ist keine Kleinigkeit – das ist ein Angriff auf Grundprinzipien demokratischer Gewaltenteilung.
Statt soziale Konflikte zu verstehen, sollen sie repressiv verwaltet werden. Statt Ursachen zu bekämpfen, will man Symptome bürokratisch ordnen. Wer Armut, Wohnungslosigkeit oder Jugendkultur mit Uniformen beantwortet, zeigt nur eines: politisches Versagen.
„Sicherheit beginnt nicht mit Kontrolle, sondern mit Solidarität“, sagt Maximilian Friedl von der KPÖ Wels. „Wer Uniformen statt Sozialarbeit fördert, will nicht schützen, sondern beherrschen.“
Wels braucht keine neue Polizei, sondern neue Prioritäten. Investitionen in Pflege, Bildung, Wohnen und soziale Infrastruktur schaffen echte Sicherheit – nicht kostspielige Machtapparate, die an den Ursachen vorbeigehen. Wir sagen: Nein zur Stadtpolizei durch die Hintertür. Ja zu einer solidarischen Stadt für alle.




