Erneuerung Busterminal abgeschlossen: KPÖ bekräftigt Forderung nach Bahnhofsmission
- Montag, 6. Oktober 2025 @ 12:51
„Eine Stadt, die Obdachlose aus dem öffentlichen Raum vertreibt, löst keine Probleme – sie verschärft Not und Ausgrenzung. Menschlichkeit darf nicht an einer Sitzbank enden“, kritisiert KPÖ-Gemeinderat Michael Roth-Schmida.
Zwar ist die Ausweitung der aufsuchenden Sozialarbeit – in Kooperation zwischen Stadt Linz und Volkshilfe OÖ – ein Schritt in die richtige Richtung. Doch diese Maßnahme bleibt unzureichend: Sozialarbeit im Vorbeigehen ersetzt keine dauerhafte, verlässliche Infrastruktur.
Was es dringend braucht, ist eine Bahnhofsmission am Linzer (Bus-)Bahnhof: eine stationäre Einrichtung, die rund um die Uhr niederschwellige Unterstützung bietet – sowohl für obdachlose Menschen als auch für Gestrandete, Reisende in akuten Notlagen oder Personen mit psychischen Problemen. Eine Bahnhofsmission würde nicht nur Betroffenen helfen, sondern auch das soziale Klima am Hauptbahnhof nachhaltig verbessern.
Hinzu kommt, dass am Bahnhof kostenlose sanitäre Einrichtungen völlig fehlen. Wer kein Geld hat, bleibt von der grundlegenden Möglichkeit ausgeschlossen, sich zu waschen oder eine Toilette zu benützen. Das ist nicht nur eine Frage der Würde, sondern auch der öffentlichen Hygiene.
„Linz darf sich nicht mit Symptombekämpfung zufriedengeben. Wir brauchen einen Ort der Solidarität statt einer Politik der Verdrängung – und dazu gehören auch frei zugängliche, saubere Sanitäreinrichtungen für alle“, so Roth-Schmida abschließend.
Die KPÖ fordert daher: Schluss mit der Verdrängungspolitik – Linz braucht endlich eine Bahnhofsmission am Hauptbahnhof!




