KPÖ Linz kritisiert Tariferhöhung bei Fernwärme
- Montag, 28. Juli 2025 @ 13:05
Mit der geplanten Preisanpassung der Linz AG zum 1. August 2025 – diesmal um acht Prozent – verschärft sich der Trend stetig steigender Wohnkosten weiter. Die Erhöhung reiht sich in eine lange Serie von Teuerungen ein, die vor allem einkommensschwache Haushalte hart trifft. Rund 90.000 Wohnungen in Linz, Traun und Leonding sind von der Preiserhöhung betroffen.
Zwar wird offiziell betont, dass die Preissteigerung für einen durchschnittlichen Haushalt lediglich sieben Euro Mehrkosten pro Monat bedeute – das entspricht jedoch einer jährlichen Zusatzbelastung von 84 Euro. Für viele Haushalte ist das angesichts ohnehin hoher Lebenshaltungskosten nicht zu unterschätzen.
Die KPÖ fordert deshalb einen sofortigen Tarif- und Gebührenstopp auf kommunaler Ebene, um die Wohnkosten zu stabilisieren. Besonders kritisch sieht die KPÖ, dass zentrale kommunale Leistungen – wie die Versorgung mit Fernwärme – der Budgethoheit des Gemeinderats entzogen und der Linz AG übertragen wurden. Damit werde die demokratische Mitbestimmung ausgehebelt, da der gewählte Gemeinderat bei Preisentscheidungen keinerlei Einfluss mehr hat.
In diesem Zusammenhang erneuert die KPÖ ihre bereits 2007 präsentierte Forderung nach einer Energiegrundsicherung. Dieses Modell sieht vor, den Grundbedarf an Energie – laut Arbeiterkammer Wien 2.200 kWh Strom und 800 Kubikmeter Gas für einen Zwei-Personen-Haushalt – kostenlos bereitzustellen. Darüber hinausgehender Verbrauch soll progressiv bepreist werden, um einen sparsamen und verantwortungsvollen Umgang mit Energie zu fördern.
(Bild von ri auf Pixabay)




