Rückbau des Radstreifens auf der Nibelungenbrücke: Verkehrswende erneut ausgebremst
- Donnerstag, 24. April 2025 @ 15:17
Auch wir als KPÖ Linz waren mit der Lösung nicht restlos zufrieden – sie brachte kaum Verbesserungen für den Fußverkehr. Doch statt mutig nachzubessern, wird kapituliert. Wieder dominiert das Auto, wieder wird die Chance auf echte Veränderung vertan.
Die von Stadt und Linz Linien angeführten „97 Vorfälle“ wirken wie ein Vorwand. Gefährliche Situationen ließen sich durch klare Maßnahmen wie LKW-Fahrverbote oder Umbauten an der Abbiegespur entschärfen – doch politischer Wille fehlt.
Dabei braucht es gerade jetzt eine faire Neuaufteilung des Straßenraums und die Einhaltung des Versprechens für sichere Rad- und Fußwege über die Nibelungenbrücke. Der motorisierte Verkehr hat in Linz bereits sechs neue Donauquerungen erhalten – mit der neuen "Eisenbahnbrücke" sogar acht. Es ist nicht zu viel verlangt, auf der Nibelungenbrücke pro Richtung eine Spur dem Radverkehr zu widmen.
Und noch ein Vorschlag: Die zuständigen Politiker – Landesrat Steinkellner und Vizebürgermeister Hajart – sollten ihre Ressorts ehrlicherweise umbenennen. Denn mit Mobilität hat ihre Politik wenig zu tun – sie kümmern sich offenbar ausschließlich ums Automobil. Auch der neue Linzer Bürgermeister hat enttäuscht: Statt Rückgrat zu zeigen und die Brückenlösung zu verteidigen, hat er dem Druck aus dem Land klein beigegeben – und die Causa für parteipolitisches Hickhack mit dem VP-Vizebürgermeister instrumentalisiert.
Wir sagen klar: Schluss mit einer Politik für Autos. Stattdessen braucht es einen konsequenten Vorrang für den Umweltverbund – mit Busspuren, Pförtnerampeln sowie sicheren und ausreichend breiten Rad- und Gehwegen. Und vor allem: den Mut zur echten Veränderung. Die Nibelungenbrücke steht einmal mehr sinnbildlich dafür, wie sehr die Politik hier versagt.




