Nibelungenbrücke: Verkehrswende statt Autoverkehr
- Dienstag, 1. April 2025 @ 08:44
Was hingegen wirklich fehlt, ist politischer Mut – insbesondere, den Autoverkehr einzuschränken und Stau zuzulassen. Denn Stau ist die einfachste und effektivste Maßnahme, um den Autoverkehr zu reduzieren. Allerdings muss er gezielt gesteuert werden. Pförtneranlagen könnten den Verkehrsfluss regulieren und negative Folgen wie Abgase, Lärm und Trennwirkungen minimieren, während gleichzeitig der öffentliche Verkehr bevorzugt wird. Doch genau hier versagt die Politik: Solange sie nicht bereit ist, den Autoverkehr aktiv zu begrenzen, wird es keine echte Lösung der Verkehrsprobleme geben.
Für den KPÖ-Gemeinderat und Mobilitätssprecher ist dies ein klares Zeichen einer verfehlten Verkehrspolitik: „Es gäbe zahlreiche einfache und wirkungsvolle Maßnahmen, um den Individualverkehr zu reduzieren und den öffentlichen sowie umweltfreundlichen Verkehr gezielt zu stärken.“
Dementsprechend hat die Linzer KPÖ-Fraktion bei der letzten Gemeinderatssitzung auch einen Antrag zur Beschleunigung und Verbesserung der Pünktlichkeit im Regionalbusverkehr eingebracht – der von der Mehrheit jedoch abgelehnt wurde. „Statt auf eine Verkehrswende setzt Linz weiterhin massiv auf den Autoverkehr. In den letzten Jahren wurden zahlreiche neue Donauquerungen errichtet, Tiefgaragen gebaut und Straßen – etwa im Industrie- und Hafengebiet – verbreitert. Gleichzeitig lockt die Politik mit vermeintlich attraktiven Mobilitätskonzepten und hehren Zielen, verbunden mit dem Versprechen, dass große ÖV-Projekte irgendwann alle Probleme lösen sollen. Die Realität zeigt jedoch: Mehr Beton, mehr Straßen, mehr Autos – und mehr Stau“, meint Roth-Schmida.
Die KPÖ Linz fordert stattdessen konkrete Maßnahmen, darunter:
- Adaptierung und Ausbau bestehender Bahn- und Buslinien im Regional- und Stadtverkehr
- Bevorrangte Bus-Trassen auf den Hauptkorridoren mit Pförtneranlagen, einzelnen Busspuren und Kap-Haltestellen
- Konsequente „Angebots-Fahrpläne“, um Pendlerinnen und Pendlern attraktive Alternativen zu bieten
- Restriktive Maßnahmen im Autoverkehr, um eine echte Mobilitätswende einzuleiten









