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Wer Dividenden zahlt, darf keine Mitarbeiter kündigen!

  • Sonntag, 20. Oktober 2024 @ 08:43
Steyr
Vor etwa drei Jahren erwarb der Multimillionär und ÖVP-Unterstützer Siegfried Wolf das MAN-Werk in Steyr. Der Kaufpreis: Ein symbolischer Euro. Seit der Übernahme hat sich die Lage für die Belegschaft dramatisch verschlechtert. Schon kurz nach der Übernahme drängte Wolf auf Lohnkürzungen und Massenkündigungen. Von den ursprünglich rund 2.000 Beschäftigten wurde in den darauffolgenden drei Jahren etwa die Hälfte gekündigt.

Brisant sind neue Enthüllungen vom Profil: Wolf kassierte mit dem Werk ordentlich ab. Alleine für das Geschäftsjahr 2022 schüttete er sich unglaubliche 107 Millionen Euro Dividenden aus. Kapitalismus eben.


Deshalb fordern wir die Einführung von erweiterten Schutzbestimmungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Ein erster Schritt muss die Beschränkung betriebsbedingter Kündigungen sein. Unternehmen, die bilanziert Gewinne aufweisen, soll vergleichbar mit Frankreich nicht erlaubt sein, Mitarbeiter:innen aus betrieblichen Gründen zu kündigen. Damit solche Kündigungen möglich sind, müssen Unternehmen in Frankreich nachweisen, dass sie wirtschaftliche Schwierigkeiten haben.

Wer sich selbst über 100 Millionen Euro an Dividende ausschüttet, der hat keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten, der hat ein schwieriges Verhältnis zu Moral und Anstand.

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