Pflege braucht bessere Arbeitsbedingungen
- Mittwoch, 25. September 2024 @ 12:04
"Pflege bedeutet in erster Linie Beziehungsarbeit. Diese ist schön, sinnstiftend und erfüllend. Voraussetzung ist aber, dass sie mit ausreichend Zeit von den Beschäftigten gelebt werden kann und, dass es echte Freizeit gibt, um wieder Kraft zu tanken. Beides fehlt in der Praxis. Eine Arbeitszeitverkürzung auf 30 Wochenstunden bei vollen Lohn- und Personalausgleich ist hier das Gebot der Stunde." so Christina Pree, Listenerste für die KPÖ in OÖ, Sozialwirtin und seit vielen Jahren bei einem großen Wohlfahrtsträger in beschäftigt.
Auch frauenpolitisch ist die Forderung wichtig. Der Großteil der Beschäftigten in dieser Branche sind Frauen, sie leisten vor und nach der Freizeit unbezahlte Care-Arbeit und zahlen spätestens mit Pensionsantritt den Preis dafür, da ihre Pensionen um ein vielfaches geringer sind.
"Es ist unsere Aufgabe als Politik für die Probleme der Zeit Lösungen zu finden. Im Bereich der Pflege bedeutet das, den Beschäftigten attraktive Rahmenbedingungen anzubieten, die sie und ihre wertvolle Arbeit anerkennen." fordert Christina Pree. Gesundes Arbeiten ohne Auszubrennen, das Gefühl zu haben, sich entfalten zu können - das sind wichtige Prinzipien, nach denen wir unsere Erwerbsarbeitswelt gestalten sollten. So könnte auch eine Rückkehr vieler gelingen, die sich bereits aus dem Beruf verabschiedet haben.
Die KPÖ fordert daher Anerkennung der Pflege als Schwerarbeit und einen nationalen Aktionsplan für die Gesundheit- und Pflegeversorgung




