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KPÖ lehnt Verkehrslösung für die Nibelungenbrücke ab

  • Mittwoch, 12. Juni 2024 @ 12:56
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„Wenn man einen Beweis braucht, dass Linz eine Autostadt ist und auch in Zukunft bleibt, dann braucht man sich nur die Nibelungenbrücke ansehen“, meint der Linzer Gemeinderat und Verkehrssprecher Michael Roth-Schmida.

Er fährt fort: „War sie in der Vergangenheit für Radfahrende und Zufußgehende eine Zumutung und tägliche Gefährdung, bringt der neue Plan fast keine Verbesserungen. Wieder einmal profitiert in Wahrheit der motorisierte Individualverkehr, der nicht nur eine neue Brücke, sondern nun auch breitere Fahrstreifen bekommt. Gerade für die Fußgänger:innen, die am meisten unter der aktuellen Situation leiden, bleibt aber alles beim Alten und es dürfen sich weiterhin Fußgänger:innen und Radfahrer:innen auf dem Gehsteig drängeln.“

Der KPÖ-Gemeinderat fordert stattdessen den bestehenden Gehsteig allein für das Zufußgehen und schmalere Fahrbahnbreiten.„Die 3 Meter-Fahrstreifen sind viel zu breit. Da wird die Brücke noch mehr zur Raserstrecke! Wenn, dann sollte nur ein Fahrstreifen als reservierte Busspur in dieser Breite ausgeführt werden. Dann bekommt auch der Radverkehr mehr Platz!“

Roth-Schmida abschließend: „Die geplante Veränderung bei den Verkehrsanlagen auf der Nibelungenbrücke zeigt die Prioritätensetzung in der Linzer und oberösterreichischen Raumplanungs- und Verkehrspolitik gut auf. Schade um das ausgegebene Geld, schade dass wieder einmal keine zukunftsweisende Lösung, im Sinne einer Stadt der kurzen Wege und reduzierten Geschwindigkeiten geschaffen wurde. Wir brauchen dringend eine Verkehrswende, die auf flächeneffizienten, emissions- und lärmarmen, klima- und ressourcenschonenden, barrierefreien und sozialen Grundsätze beruht.“

Foto: GR Michael Roth-Schmida bei der Pop-Up-Radweg-Eröffnung im Jahr 2020 auf der Nibelungenbrücke

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