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Forderung nach Arbeitszeitverkürzung voll berechtigt

  • Mittwoch, 5. Februar 2020 @ 16:12
News Hinter die Forderungen der Gewerkschaften nach einer 35-Stunden-Woche in den Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufen stellt sich auch die KPÖ und solidarisiert sich mit den Streikenden im Sozialbereich. KPÖ OÖ-Landessprecher Michael Schmida: „In den nächsten zehn Jahren werden ca. 80.000 zusätzliche Pflege- und Betreuungskräfte gebraucht. Wenn der Pflegenotstand, der schon jetzt erreicht ist, in Zukunft nicht noch dramatischer werden soll, braucht es dringend neben einer besseren Finanzierung eine Entlastung und Attraktivierung der Arbeitsplätze im Pflege- und Gesundheitsbereich.“


Das Gesundheitssystem und damit die Sicherung von Pflege, Betreuung und Assistenz stehen an der Kippe: Pflegende schuften sich kaputt, Kranke müssen oft tief in die Tasche greifen, Leistungen werden gekürzt und in Krankenhäusern, Pflege- und Betreuungseinrichtungen gibt es zu wenig Personal. Gleichzeitig machen Pharmaindustrie und private Vorsorgekassen Milliardenprofite mit Versichertengeldern und werden kräftig subventioniert.

„Die Forderung der Gewerkschaften nach einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Gehalts- und Personalausgleich, um die Beschäftigten zu entlasten und die Bezahlung – zumindest bei Teilbeschäftigung – zu erhöhen, ist daher mehr als berechtigt. Wir alle sind aufgerufen, die Gewerkschaften und vor allem die Beschäftigten im Sozialbereich beim Kampf für eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und damit der Betreuungsverhältnisse zu unterstützen“ so Schmida abschließend.

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