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Innviertler FPÖ-Funktionäre: Sympathien für rechtsextremes Gedankengut?

  • Freitag, 8. Februar 2013 @ 20:23
Antifa Anlässlich der Abhaltung des „Politischen Aschermittwochs“ der FPÖ in Ried/ Innkreis in der kommenden Woche zeigt der antifaschistische Kulturverein Infoladen aus Wels die Sympathien zweier Innviertler FP-Funktionäre für rechtsextremes Gedankengut auf:

Michael LINDNER, FPÖ-Gemeinderat und -Jugendsprecher in Aurolzmünster sowie RFJ-Bezirks-Obmann von Ried, bewegt sich im Umfeld der schlagenden, deutschnationalen Burschenschaft „Germania“ Ried, der auch der blaue Nationalratsabgeordnete Elmar Podgorschek angehört. Am 21. Dezember 2012 veröffentlichte Lindner anlässlich der „Wintersonnenwende“ auf seiner Facebook-Seite einen Auszug aus dem Hitler-Jugend-Gedicht „Sonnenwende“, das auch in einem 1938 vom NS-Politiker und Kriegsverbrecher Baldur v. Schirach herausgegebenen Gedichte-Sammelband (Das Lied der Getreuen – Verse ungenannter Österreichischer Hitler-Jugend aus den Jahren, Leipzig 1938) zu finden ist:

Lindner veröffentlichte die letzte Strophe des Gedichts, in der es heißt:
„Hoch schlagen zum nächtlichen Himmel die Flammen,
hoch schlagen die Herzen – frei ist unser Sinn.
So wie wir hier stehen: im Kreise zusammen.
so sind wir des werdenden Volkes Beginn.“

Ebenfalls auf Facebook veröffentlichte Lindner ein Foto von sich, auf dem er mit einem T-Shirt der französischen Black-Metal-Musikgruppe „Ad Hominem“ zu sehen ist. Diese Band gehört dem neonazistischen Spektrum des Genres an – ein Lied heißt etwa „Auschwitz rules“.

Fabian WETTER, Ortsparteiobmann und Gemeinderat der FPÖ in Franking (Bez. Braunau), der auf einer Homepage des RFJ Braunau auch als “Ansprechpartner” genannt wird, ist gebürtiger Deutscher.
Im Jahr 2004 war er nachweislich im Vorstand der Neonazi-Partei NPD in Oberbayern aktiv, Bezirksvorsitzender zu dieser Zeit war Sascha Wagner.

Wagner, der mittlerweile im Bundesvorstand der NPD-Jugendorganisation „Junge Nationaldemokraten“ sitzt (JN) und als Mitarbeiter der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag aktiv ist, findet sich auch heute unter den (Facebook-)Freunden von Wetter. Wagner ist jedoch nicht der einzige Neonazi bzw. Rechtsextremist in der Freundesliste des deutsch-österreichischen FPÖ-Aktivisten: Unter den Kontakten finden sich auch Katrin Köhler, NPD-Stadträtin in Chemnitz und Landesvorsitzende des “Ringes Nationaler Frauen” in Sachsen sowie die offizielle Facebook-Präsenz des rechtsextremen „Witiko-Bundes“.

Seine Ideologie dürfte Wetter seit seiner Zeit bei der NPD ebenso wenig abgelegt haben wie seine braunen Kontakte: Auf seiner Facebook-Seite finden sich mehrere einschlägige Kommentare: Am 31. Mai 2011 bezeichnete Wetter den Film „Schindlers Liste“ als „jüdischen Propagandafilm“, am 19. Dezember 2012 veröffentlichte Wetter ein Bild, auf dem behauptet wird, der „zionistische Weltkongress“ hätte den Deutschen am 24. März 1933 den „Wirtschafts Krieg“ erklärt, dies sei „die Steilvorlage für die Nazis“ gewesen.

Am 29. Dezember 2012 veröffentlichte Wetter auf seiner Pinnwand ein Foto der deutschen Bundeskanzlerin Merkel, auf dem diese u. a. als „Vaterlandsverräterin“ bezeichnet wird und einen Davidstern mit der Aufschrift „Zion“ auf der Kleidung trägt.

Am 25. Februar 2012 stellte der Schreiber hinter dem Pseudonym „Rfj Bezirk Braunau“ (Fabian Wetter?) in einem Internetbeitrag fest: “Die BRD ist doch seit Ende des 2EWK [Zweiten Weltkrieg] in fremder Hand, da macht das auch nichts mehr…!”.

„Diese Sympathiebekundungen für ewig gestriges Gedankengut reihen sich in eine schier endlose Liste von Beispielen, die die Verstrickungen von FPÖ-FunktionärInnen mit der rechtsextremen Szene belegen, ein“, stellt Infoladen-Sprecher Thomas Damböck abschließend fest.

Info: http://kvinfoladenwels.wordpress.com


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