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Bachmanning: Gedenkinitiative zur NS-Vergangenheit

  • Dienstag, 21. Juni 2011 @ 23:00
Geschichte Über 80 Personen nahmen an einer Feierstunde zur Enthüllung einer Gedenktafel am Gemeindeamt von Bachmanning (Bezirk Wels-Land) am 21. Juni 2011 teil, auf welcher örtlicher Opfer des NS-Faschismus gedacht wird.

Auf der durch die Initiative des ehemaligen Gemeindevorstandes Ernst Huber angebrachten Gedenktafel wird der Häftlinge des KZ-Nebenlagers Bachmanning (vorwiegend Spanier und Polen), der vom NS-Regime ermordeten Sinti-Großfamlie Rosenfels-Jungwirth, des kommunistischen Widerstandskämpfers Alois Steiner sowie der im „Fremdvölkischen Kinderheim“ Schloss Etzelsdorf in Pichl umgekommenen Zwangsarbeiterinnenkinder Paul und Wladimir gedacht.

Bürgermeister Franz Brenneis begrüßte bei der Eröffnung der Veranstaltung zahlreiche Ehrengäste, unter anderem Bezirkshauptmann Josef Gruber, welcher auch die Gedenkansprache hielt, den Sprecher des OÖ Netzwerkes gegen Rassismus und Rechtsextremismus Robert Eiter, KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner und den stellvertretenden Landesobmann des KZ-Verbandes Günther Grabner.

In kurzen Statements wurde das Schicksal der auf der Gedenktafel gewürdigten dargestellt, das auch in einer aufgelegten Begleitschrift dargestellt ist. Bezirkshauptmann Gruber wies in seiner Rede auf die Notwendigkeit eines selbstkritischen Umganges mit der Geschichte und auf die große Bedeutung solcher, keineswegs selbstverständlicher Initiativen hin und enthüllte schließlich gemeinsam mit der Kulturausschuss-Vorsitzenden Brigitte Oberndorfer die Gedenktafel. Gemeindevorstand Franz Rapold schloss die Veranstaltung und dankte für die zahlreiche Teilnahme.

Im Rahmen des Gedenkprojekts fand am 14. März 2011 eine erste Veranstaltung statt, bei welcher der Autor Martin Kranzl-Kreinecker über „Die Bachmanninger Kinder von Etzelsdorf“ und der Historiker Michael John über „Das KZ Mauthausen und das Außenlager in Bachmanning“ sprachen. Bei einer weiteren Veranstaltung am 22. März referierte Susanne Famler „Auf den Spuren meines Großvaters Alois Steiner“ und der Schriftsteller Ludwig Laher über „Die Sinti-Familie Rosenfels aus Bachmanning“.

Der Initiator Ernst Huber konnte die Realisierung des am 14. Dezember 2010 vom Gemeinderat beschlossenen Gedenkprojekts leider nicht mehr erleben, er erlag am 18. Oktober 2010 einer Krebserkrankung. Er wurde für seine Initiative im Mai 2010 mit dem Solidaritätspreis der Kirchenzeitung und posthum im November 2010 mit dem Elfriede-Grünberg-Preis der Welser Antifa ausgezeichnet.




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