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KPÖ gegen Verlegung der Studienrichtung Keramik nach Gmunden

  • Dienstag, 10. Februar 2009 @ 11:49
News Als eine ungustiöse Mischung aus Ignoranz und Prestigesucht bewertet die KPÖ-Oberösterreich die geplante Übersiedlung der Studienrichtung Keramik an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung von Linz nach Gmunden: „Es spricht für den neoliberalen Geist der mittlerweile an die Universitäten eingezogen ist und diese nur mehr als Unternehmen betrachtet, wenn solche Entscheidungen über alle Köpfe hinweg getroffen werden“, kritisiert KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner.

Weder Universitätsrat noch Senat und schon gar nicht die betroffenen Beschäftigten und die Studierenden waren in die vom Rektorat einsam beschlossene und am 16. Jänner 2009 bekannt gegebene Entscheidung eingebunden. Die Standortverlegung steht im Widerspruch zu der bisher immer betonten strategischen Ausrichtung der Kunstuniversität und den damit verbundenen Zielsetzungen und auch zur erst kürzlich erfolgten Evaluierung der Studienrichtung Keramik und stellt somit eine hochschulpolitisch schwerwiegende Fehlentscheidung dar.

Der Hintergrund für die Verlegung der Studienrichtung Keramik nach Gmunden ist der eklatante Geldmangel der Universitäten, die sowohl von der amtierenden Bundesregierung als auch deren Vorgängerinnen systematisch ausgehungert wurden und werden. Die Stadt Gmunden will offensichtlich ihr Prestige in Verbindung mit der Tradition der Gmundner Keramik dadurch aufwerten, dass die Studienrichtung der Linzer Kunstuniversität in die Traunseestadt verlegt wird, obwohl dort überhaupt keine Voraussetzungen für einen universitären Betrieb vorhanden sind.

Das Land wiederum ist nur unter dieser Voraussetzung für eine stärkere Finanzierung der Kunstuniversität bereit. KU-Rektor Reinhard Kannonier (SPÖ) hat sich somit zum Erfüllungsgehilfen einer Kumpanei der ÖVP gemacht, was auch den Unmut seiner eigenen Parteifreunde ausgelöst hat.

Die Hochschülerschaft der Kunstuniversität macht jetzt zu Recht darauf aufmerksam, dass der durch den auf EU-Ebene forcierten Bologna-Prozess begünstigten strukturellen Segmentierung der Universitäten durch Einrichtung von Exposituren im Interesse einer zukunftsorientierten Hochschulpolitik entgegengewirkt werden muss. Die KPÖ lehnt die Verlegung der Studienrichtung Keramik daher entschieden ab und fordert die Führung der Kunstuniversität auf, von diesem Vorhaben Abstand zu nehmen.

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