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Franz Willinger (1912 -2001)

  • Mittwoch, 16. Mai 2012 @ 20:00
Biografien Franz Willinger war Februarkämpfer, Teilnehmer am Aufbau des Sozialismus in der UdSSR, Spanienkämpfer, KZ-Häftling, zuletzt Ehrenobmann des KZ-Verbandes OÖ. Franz Willinger kam am 16. Mai 1912 als Sohn einer Eisenbahnerfamilie in Linz zur Welt. Nach der Grundschule erlernte er den Beruf eines Friseurs und schloss sich bereits früh der Arbeiterwegung an.

1933 wurde er Mitglied der KPÖ, der er bis zu seinem Austritt 1994 angehörte. Als Linzer Februar-Kämpfer musste er nach der Niederlage in die Tschechoslowakei flüchten. Er erhielt 1934 politisches Asyl in der Sowjetunion und konnte dort den Beruf eines Drehers erlernen und aktiv am Aufbau des Sozialismus in der UdSSR mitwirken. Er sollte zur Vorbereitung auf die Verteidigung der Sowjetunion zur Fliegerausbildung nach Leningrad übersiedeln.

Auf Ersuchen der Komintern (Kommunistische Internationale) kam er am 15. März 1937 als Freiwilliger in Spanien, um auf Seiten des Republikanischen Spaniens bewaffnet gegen den Faschismus zu kämpfen. Er kämpfte im Rang eines Leutnants in den Reihen der XI. Internationalen Brigade in der Gruppe der Guerrilleros. Nach dem Zusammenbruch des Republikanischen Spaniens 1939 wurde er in verschiedenen französischen Internierungslager inhaftiert. An die Gestapo am 23. April 1941 ausgeliefert, kam Franz Willinger in das Konzentrationslager Dachau, wo er aktiv in der illegalen Lagerorganisation tätig war. Während der Evakuierung, der Todesmärsche von Dachau nach Tirol, gelang es Franz Willinger und seinen Kameraden, die SS-Wachen zu entwaffnen.

Nach der Befreiung kam Franz Willinger am 8. Mai 1945 nach Linz zurück und war von Beginn an am Wiederaufbau beteiligt und war Mitbegründer des KZ-Verbands OÖ. Von 1945 bis 1951 war er als Bezirksobmann der KPÖ-Linz tätig, später als Personalchef bei einem USIA-Betrieb. Nach 1955 betrieb er bis zu seiner Pensionierung eine Trafik.

Franz Willinger war seit der Gründung Mitglied und Funktionär des KZ-Verbands OÖ. Unter anderem war er von 1970-1977 und von 1985-1988 1. Landesobmann Stellvertreter und von 1981-1982 und von 1989-1991 2. Landesobmann Stellvertreter sowie von 1997 bis zum Tode Ehrenobmann. Franz Willinger verstarb am 13. Juni 2001 in Linz.

Ein Interview mit Franz Willinger ist u.a. in folgendem Buch nachzulesen: Kurt Höbst, Überlebt. Menschenbilder – Lagerbilder, Verlag Bibliothek der Provinz, ISBN: 3-85252-255-2

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