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Adolf Obermüller (1909-1999)

  • Samstag, 27. Januar 2007 @ 19:37
Biografien Adolf Obermüller wurde am 27. Jänner 1909 in Altenfelden (Bezirk Rohrbach) als Sohn eines Kaufmannes geboren. Er absolvierte die Volks- und Bürgerschule und arbeitete anschließend sechs Jahre in der Landwirtschaft. Nach einem erlittenen Unfall übersiedelte er nach Linz, wo er bei der Firma Schaffer in Urfahr das Zimmermannshandwerk erlernte und im Baugewerbe tätig war.

1928 organisierte er sich in der Bauarbeitergewerkschaft, im Schutzbund und in der Sozialdemokratie, wurde jedoch bereits 1932 aus Enttäuschung über den politischen Kurs der SDAP Mitglied der KPÖ und der kommunistischen Arbeiterwehr. Durch aktive beharrliche Selbstbildung eignete sich Obermüller einen hohen marxistischen Wissensstand an.

1933 kam Obermüller auf der Wanderschaft nach Tirol, war dort politisch für die KPÖ. Im Sommer 1935 war er zum KPÖ-Parteitag in Prag delegiert und war anschließend als Instruktor in Tirol tätig und im November 1935 aus Hall abgeschoben. Er war dann in Linz tätig, wo er im August 1936 für zehn Jahre aus dem Stadtgebiet verwiesen wurde, nachdem ein Verfahren gegen ihn eingestellt wurde, bei dem er zu sechs Monaten Haft verurteilt worden war.

In den Jahren 1936 bis 1938 machte sich Obermüller durch seine Tätigkeit als Kurier beim Transport illegaler Literatur von Prag und Budweis nach Oberösterreich und Südböhmen einen Namen. Am 27. August 1937 gelang es ihm als Aktivisten der kommunistischen Provinzkommission (Proko) einem Zugriff der Polizei in Gaumberg durch Flucht in die Tschechoslowakei zu entkommen, er wurde jedoch am 15. Dezember 1937 in Wien verhaftet und zu sechs Monaten Arrest verurteilt, aber im Februar 1938 amnestiert. Insgesamt wurde Obermüller zwischen 1933 und 1945 14-mal verhaftet.

Nach der Okkupation Österreichs durch Hitlerdeutschlands war Obermüller weiter aktiv im Widerstandskampf tätig und wurde nach mehreren Verhaftungen am 7. September 1939 ins Konzentrationslager Buchenwald eingeliefert, dort zur Arbeit in der Rüstungsindustrie überstellt und nach der Entlassung im Frühjahr 1940 dann im Jänner 1943 zur Bewährungseinheit 999/613 zur Wehrmacht eingezogen, wo er in kanadische Gefangenschaft geriet, aus welcher er 1946 zurückkehrte.

Nach der Befreiung vom Faschismus stellte er sich unverzüglich beim Wiederaufbau des zerstörten Landes zur Verfügung und war in der Stadtverwaltung von Urfahr und in der Zivilverwaltung Mühlviertel sowie bis 1948 als KPÖ-Sekretär für das Mühlviertel tätig. Vom 18. November 1948 bis 11. November 1949 war Obermüller KPÖ-Vizebürgermeister für Ernährung, Kultur und Sport in Urfahr.

Ab 1948 war Obermüller Sekretär der Landesleitung für Massenarbeit, ab 1952 für die Bauernarbeit sowie als Instruktor tätig. Obermüller war von 1950 bis 1972 Mitglied der Landesleitung der KPÖ-Oberösterreich und von 1972 bis 1987 Mitglied der Landeskontrolle und übte in dieser Zeit verschiedene Funktionen aus. Lange Zeit gehörte er auch dem Landessekretariat an. Ab 1952 war er Landessekretär bzw. Landesobmann des Bundes Kleiner Landwirte und von 1970 bis 1987 Landesobmann des KZ-Verbandes und drei Jahre Kontrollmitglied im Mieterschutzverband. Adolf Obermüller ist am 26. Mai 1999 in Linz nach längerer Krankheit gestorben.

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