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Der Gott aus der Maschine

  • Samstag, 5. Juni 2004 @ 18:05
Kapital Versuch über Ludwig Scharinger

In Oberösterreich, so sagen viele, führe kein Weg an Ludwig Scharinger vorbei. Und tatsächlich, schlug man in den letzten Jahren eine oberösterreichischen Zeitung auf oder hörte man nur ein wenig in den gesellschaftlichen Tratsch hinein, überall quillt einem dieser freundliche, etwas tollpatschig wirkende Herr entgegen.

Landeshauptmann Josef Pühringer erzählt über Scharinger folgenden Witz: „Scharinger steigt am Linzer Hauptplatz in ein Taxi ein. Der Taxilenker fragt: ‚Herr Generaldirektor, wo darf ich Sie hinbringen?’ Scharinger antwortet: ‚Egal wohin. Ich bin überall dabei!’“

Und Pühringer meint erklärend weiter: „Auch wenn die Initiatoren dieses ein wenig bösartigen Witzes spotten wollten – auch in diesem Witz ist ein sehr großer wahrer Kern. Egal wo Sie in Oberösterreich hinblicken, wo große Projekte in der letzten Zeit gelungen sind oder im Entstehen sind, Ludwig Scharinger ist mit dabei.“

Was Pühringer nicht erzählt, ist, dass es über ihn selbst auch so einen ähnlichen Witz gibt. Pühringer verschweigt dies wohl deshalb, weil dieser Witz ausgesucht schlecht ist und schon über Pühringers Vorgänger, Josef Ratzenböck erzählt wurde: Auf der Rohrbacher Bundesstraße krachten zwei Autos aufeinander und in beiden saß Pühringer. – Ja, das ist schon der ganze Witz, Sie müssen auch nicht lachen.

Umtriebigkeit und Mobilität scheint eben ein Merkmal der Oberösterreichischen Spitzenmänner zu sein. Geschäftig sind sie alleweil – da bleibt nicht viel Zeit, sich auch noch gute Witze auszudenken.

Aber in der Not frisst der Teufel Fliegen, wie es in Oberösterreich heißt, und wirklich fröhliche Gemüter können auch über schlechte Witze lachen.

Meine selbstgestellte Aufgabe für diese Veranstaltung war es, etwas über den Gesellschaftsmenschen Scharinger heraus zu finden. Eine Aufgabe, so dachte ich mir, die ja angesichts dessen, dass man ohnehin überall über ihn stolpert, nicht so schwierig sein kann. Außerdem erhoffte ich mir, viele lustige Geschichten über den „Wohltäter Oberösterreichs“ zu erfahren. Gerüchte, so wusste ich, schwirren ja genug herum über ihn. Etwa, dass er einen Hörsaal der Kepler-Universität mit technischen Neuerungen ausstatten ließ und sich dafür wünschte, dass dieser Raum hinkünftig Scharinger-Hörsaal genannte werden sollte. Ein Wunsch, so erzählt die Geschichte weiter, der dem Rektor der Universität die Zehennägel einrollte. Der Hörsaal eins heißt nun Raiffeisen-Hörsaal – wohl ein Kompromiss.

So setzte ich mich frohgemut ans Telefon und war schon in freudiger Erwartung dessen, was da nun kommen wird. Aber diese Erwartung verflog sehr schnell. Wen ich auch anrief, jeder musste mir sagen, dass er bzw. sie zu Scharinger nicht wirklich etwas sagen könnte. Einige ermahnten mich gar, ich sollte aber bitte niemandem sagen, dass sie mir gesagt hätten, dass sie ohnehin nichts wüssten. „Du Andi, beim Scharinger, da kenn ich mich wirklich gar nicht aus, Ein andermal gern wieder, gell.“

Na dann eben nicht. Haben eben die Leute am ASF nichts zu lachen, die Zeiten sind ohnehin nicht danach.

Bild

Dann kann ich eben keine Witze reißen.

Stattdessen will ich mich mit einem anderen Thema beschäftigen, das mir ohnehin schon einige Zeit unter den Nägeln brennt. Der Selbstinszenierung Ludwig Scharingers, als fleißigem, intelligentem und vor allem gütigem Wohltäter Oberösterreichs.

In dieser Selbstinszenierung, so bestätigen einige Freunde und Weggefährten Scharingers, spielt immer seine Mühlviertler Herkunft eine zentrale Rolle.

Helmut Kukacka, Staatssekretär im Verkehrsministerium und selbst eine äußerst undurchsichtige Figur in der ÖVP, mit dem Gemüt eines Fleischerhundes, der in einem legendär gewordenen Untersuchungsausschuss zur Prüfung von Sozialvereinen seine gediegene Bösartigkeit gegenüber allem, das sich links von Wolfgang Schüssel befindet und vor allem seinen Hass auf alles Feministische vorführen durfte – Helmut Kukacka also, gemeinsam mit Ludwig Scharinger Funktionär der Hochschülerschaft und auch heute noch Bruder Scharingers im Cartellverband, meint etwa:

„Seine Stärken sind sicher zum einen die Selbsdisziplin, die er sehr stark aus seiner Herkunft bezieht. Zur Selbstdisziplin kommt die Konsequenz, die Anforderung an die eigene Leistung. Dazu addiert sich seine unschlagbare Bauernschläue, die er mitbekommen hat. Auch ein gewisser Mutterwitz, der manchmal eine Mischung aus gespielter Naivität und Sarkasmus ist, sowie der unbedingte Wille, alle Dinge mit denen er sich beschäftigt verstehen zu wollen.“

Aber Bruder Orpheus (so Kukackas CV-Name) hat auch kritische, oder zumindest mahnende Worte für Bruder Wickerl parat: „Durch seinen selbstbewussten, erfolgreichen Führungsstil besteht die Gefahr, dass er Kritik nicht mehr an sich heranlässt. Es gibt nur mehr wenige Leute, die in der Lage sind, ihm auch kritisch gegenüberzutreten. Machtbewusste und erfolgverwöhnte Menschen hören Kritik nur ungern, das trifft wohl auch auf ihn zu.“

Aber Kukacka hatte schon in Studententagen eine gewisse Rivalität zu Scharinger, also wollen wir diese Kritik nicht zu ernst nehmen, und lassen lieber einen zu Wort kommen, der über jeden Zweifel erhaben ist. Altlandeshauptmann Erwin Wenzel, der Scharinger schon in jungen Jahren förderte und mit so manchem Ratschlag versorgte. So zum Beispiel mit der wohl väterlich-wohlwollend gemeinten Anweisung: „Ludwig, in die Politik gehst du mir nur hinüber, wenn du es unbedingt willst und wenn es unbedingt sein muss. Du kannst in der Bank mehr tun und mehr gestalten.“

Die Entpolitisierung der Politik also, Wenzel wusste schon vor Jahrzehnten wo es lang geht, und wie sich die Dinge entwickeln werden. Und er weiß natürlich auch (gemeinsam mit Rauch-Kallat), wer letztlich hinter allem steckt. Über Scharinger meint er: „Er ist ein Gewinn für den österreichischen Bauernstand, für Heimat und Vaterland und man kann nur sagen, Gott sei Dank, dass wir so einen Bersch’ haben.“

Der Herrgott also ist es, der nicht nur Wolfgang Schüssel die Kraft verleiht, sondern uns auch Ludwig Scharinger beschert.

Und diese Kraft, seine überbordende Energie, ist ein weiteres Mosaiksteinchen im Mythos und in der Selbstinszenierung Ludwig Scharingers.

Seine ungeheure Arbeitslust, ja richtiggehende Arbeitswut, ist vielen in seiner Umgebung nicht ganz geheuer, und seine Sekretärinnen stöhnen immer wieder unter der Last, die er ihnen aufbürdet.

Vor einiger Zeit widmete auch der Standard seinen „Kopf des Tages“ diesem Mann. Und auch da wurde dieses Klischee über Scharinger fleißig aufpoliert. Es wurde – soweit ich mich erinnere – sogar behauptet, dass Scharinger für sein Arbeitspensum gleich vier Sekretärinnen braucht.

Aber lassen wir Scharinger selbst zu Wort kommen. Glücklicherweise gab er in einem Interview auch darüber Auskunft:

Interviewer: Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?

Scharinger: Ich stehe um sechs Uhr Früh auf, höre mir die ersten Nachrichten an. Dann gehe ich ins Badezimmer und bin so um halb sieben in der Küche. Frühstücke kurz.

Interviewer: Das Frühstück macht Ihre Frau?

Sch: Den Kaffee mache ich selbst. Aber das andere erledigt meine Frau. Zuerst lese ich die Zeitung, die ich in der Früh schon daheim habe. Dann setze ich mich ins Auto und fahre ins Büro.

Interviewer: Sie fahren selbst?

Ja, ich fahre selbst. Ich bin immer vor halb acht im Büro. Das kommt auf den Verkehr an. Daher hasse ich auch die Staus so. Und daher helf ich mit, dass die Kreuzung hier auf dem Europaplatz staufreier wird. Bis um acht muss die ganze Post weg sein. Um acht gehen die Termine los. Viertelstunde, halbe Stunde, bis zu den ersten Sitzungen, je nachdem. Beiratssitzungen, Aufsichtsratssitzungen, Geschäftsleitersitzungen, Vorstandssitzungen etc. Zu Mittag habe ich in der Regel Kunden.

Interviewer: Zum Essen?

Sch: Ich habe es gern, dass die Kundenbetreuer mit den Kunden essen gehen und ich komme dazu. Da kann es passieren, dass ich beim ersten Kunden die Suppe, beim zweiten die Hauptspeise und beim dritten das Dessert esse. Und vielleicht sogar, wie es auch schon war, beim vierten den Kaffee trinke. Das ist mir das Allerliebste, damit ich sehr viel Kunden im Haus treffen kann. Ich liebe es, wenn die Kunden ins Haus kommen, denn in den Restaurants sind immer falsche Ohren dabei. (...)

Am Nachmittag fahre ich zu Kunden oder habe noch Auswärtstermine. Am Abend gibt es immer Verpflichtungen.

Interviewer: Machen Sie zwischendurch einmal eine Pause?

Sch: Nein, es geht durch. Wenn ich früh heimkomme, ist es zehn. Ich achte darauf, dass ich vor Mitternacht zu Hause bin, aber der Spielraum ist zehn. Sollte ich einmal vor zehn heimkommen, dann sagt meine Frau: „Was ist denn heute los?“

Interviewer: Wie schaut das Wochenende aus?

Sch: Am Samstag schaue ich, dass ich eine bis eineinhalb Stunden länger schlafen kann. Da schlafe ich meist bis um halb acht, frühstücke ein bisschen länger und dann habe ich meist schon in der Bank irgendwelche Termine. Manchmal gehe ich dann mit meiner Frau einkaufen oder ich erledige schon etwas in der Früh. Ich habe auch beim Haus zu tun, Rasen mähen oder ein paar Glühbirnen auswechseln. Spätestens dann geht es wieder weiter. Es gibt kaum einen Samstag, an dem ich nicht am Nachmittag irgendwelche Termine habe. Sonntags bin ich vielfach entweder bei Hundertjahrfeiern oder bei Eröffnungen von Raiffeisenbanken.

Interviewer: Wann nehmen Sie sich Zeit für sich selbst?

Sch: Wenn der Chauffeur fährt und ich im Auto mit der Post fertig bin, kann ich mich schnell erholen.

Was mit ebenfalls sehr gut tut, ist, wenn ich am Hochstand sitze und auf einen Bock passe.

Und im Urlaub, wenn er einmal höchstens für 14 Tage nach Grado fährt, liegt er am Swimmingpool und schreibt seine Reden für die Herbst- oder die Frühjahrsoffensive.

Kurz – Scharinger stilisiert sich als Arbeitstier, dem die Arbeit nichts ausmacht, sondern der eine rechte Freude mit ihr hat.

Aber Scharinger versteht es auch so nebenbei zu seinen Vergnügungen zu kommen, und wenn er besonders gut aufgelegt ist, und wenn es passt, dann greift er auch einmal zur Trompete.

Scharinger erzählt: „So waren wir zum Beispiel kürzlich mit Raiffeisen-Funktionären zwei Tage in Estland und vier Tage in St. Petersburg. Und am Petershof sind drei Musikanten gewesen. Einer der Musikanten hat mir die Trompete in die Hand gedrückt und dann habe ich „Lilly Marlene“ und den Deutschen Zapfenstreich gespielt.“

Ja, trauen tut er sich schon was, der Ludwig. Immerhin war St. Petersburg – damals Leningrad – im Zweiten Weltkrieg 900 Tage lang von der deutschen Wehrmacht belagert. Eine Belagerung, die mehr als 600.000 Menschen das Leben kostete. Da Lilly Marlene und den Deutschen Zapfenstreich zu spielen, da muss es schon sehr lustig hergegangen sein. Aber wahrscheinlich hat es Scharinger wieder einmal nur gut mit allen gemeint. Immerhin sind viele aus der Zeit schon lange nicht mehr am Leben (egal ob sie zu den 600.000 gehört haben oder nicht) und die jungen Leute dort sollen doch auch einmal eine andere Kultur kennen lernen. Grad wo sie solange im Kommunismus eingesperrt waren. Karl Kraus, hätte wohl seine helle Freude mit Scharinger gehabt.

Aber Scharinger kann auch anders. Ebenso legendär wie sein Fleiß ist auch sein unbedingter Wille und seine Bereitschaft, anderen auf die Füße zu steigen, wenn sie seinem Erfolg im Wege stehen. Daher ist, wenn man von der Raiffeisen Landesbank spricht, stets von der Ära vor, und der seit Scharinger die Rede. Und mein Freund Josef, der schon zwei Jahre vor Scharinger in der Raiffeisen-Zentralbank arbeitete und dort auch bis zu seiner Pension blieb, der also den Aufstieg Scharingers miterlebte, Josef also, macht immer eine ehrfürchtige Pause, wenn er vom Beginn der Scharinger-Ära spricht.

Claus Raidl, Generaldirektor der Böhler-Udeholm imponiert dieses Auftreten Scharingers, das ihm auch den Spitznamen Luigi Monetti eingetragen hat, ebenfalls: Raidl erzählt: „Als Ludwig Scharinger die Kassenräume des Raiffeisensektors Oberösterreich betrat, war schnell klar, wer ab nun was nicht tun darf, und vor allem war klar, dass die Raiffeisen Landesbank OÖ alles – wirklich alles machen kann. Am Anfang dieser neuen Zeitrechnung haben sich die Genossen in der Zentrale in Wien noch gedacht „darf er denn das“ und dabei vollkommen übersehen, was schon alles geschehen ist. Das ist Ludwig Scharinger, der Rebell.“

Die Raiffeisen – Landesbank darf also alles machen – wie auch der Fürst bei Machiavelli mit den christlichen Tugenden brechen muss, und alles daran zu setzen hat, seine Macht zu erhalten.

Aber Raidl hat noch mehr zu sagen: „ In einem kleinen Land wie Österreich ist die Welt des Geldes und der Banken von der Welt der Politik fast nicht zu trennen. Ein erfolgreicher Bankier muss auch die Welt der Politik verstehen und sich in ihr behaupten können. Ludwig Scharinger ist das politische Leben nicht fremd, ganz im Gegenteil, er weiß, wie wichtig die Politik ist, um jene Rahmenbedingungen zu bekommen, die man braucht, um erfolgreich arbeiten zu können. In der Zeit, als es noch große österreichische Banken in Wien gab, war für viele Banker die Politik nur ein Lehengeber, um beruflich Karriere machen zu können. Scharinger jedoch hat erkannt, dass die Politik ein Partner, ein Geschäftspartner sein muss, und hat daher innovative Produkte, wie zum Beispiel Privat Public Partnerships entwickelt, angeboten und umgesetzt. Das ist Ludwig Scharinger, der Politiker.“

Zu diesem PPP hat auch der Linzer Bürgermeister, Franz Dobusch, unter dessen Ägide die intensive Zusammenarbeit zwischen der Stadt und der Raiffeisen Landesbank entstand, etwas wichtiges zu sagen: „Das Finanzierungsmodell war ebenso innovativ wie Beispiel gebend, weil die außerbudgetäre Abwicklung von Projekten der öffentlichen Hand seit den Maastricht-Abkommen zum Gebot der Stunde wurde. Nur so kann auch der neue Bahnhof mit dem neuen Landesdienstleistungszentrum entstehen und sich die Stadt weiterentwickeln.“

Wenn man genau hinhört, ist das eine erschreckende Aussicht. „Nur so“ – unter Einbindung des Finanzkapitals – kann sich die Stadt weiterentwickeln – sagt ihr Bürgermeister.“

Aber das ist nur ein kleiner Hinweis auf das eigentliche Thema dieser Veranstaltung. Meine Aufgabe ist es ja, Scharinger und seine Inszenierung zu beleuchten.

Und auch da kann uns Dobusch weiterhelfen, wenn er meint: Ich erkenne „in Ludwig Scharinger den Menschen, der weiß, dass nur eine prosperierende Wirtschaft in der Lage ist, den Menschen Arbeit, Existenzsicherung und soziale Sicherheit zu geben. Diese soziale Kompetenz Ludwig Scharingers zeigt, dass er eben mehr ist, als nur ein erfolgreicher Bankmanager. Er gestaltet die Gesellschaft in allen ihren Facetten mit, aus einem Verantwortungsgefühl heraus, das heute nicht mehr so selbstverständlich ist.“

Da hat er wohl recht, der Herr Bürgermeister, denn dieses Verantwortungsgefühl für Land und Menschen war einst die Aufgabe des mittelalterlichen Grundherren, der für seine Untertanen zu sorgen hatte. Vielleicht verlangt er auch deshalb den Einsatz des ganzen Menschen, weil er meint, über den ganzen Menschen – im Sinne eines Leibeigenen verfügen zu können. So meint eine seiner ehemaligen Sekretärinnen, die heute froh ist, den Trubel aus der Ferne beobachten zu können: „Selbst wenn Scharinger auf Urlaub war, hielt er uns telefonisch auf Trab. (...) Und auch unsere eigene Freizeit koordinierten wir mit seinem Terminkalender. Wenn es hieß ‚i brauch di` gab es keinen Widerspruch.“

Aber wir wollen hier zum Abschluss meiner Ausführungen den Wohltäter Oberösterreichs nicht als unerbittlichen Sklaventreiber dastehen lassen. Viel lieber möchte ich noch Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl in seiner blumigen Sprache zu Wort kommen lassen:

„ Die Schutzheiligen. Heiliger Florian, Heiliger Severin, Heiliger Leopold – drei Schutzheilige des Landes Oberösterreich. Doch halt: Ist da nicht einer vergessen? Richtig – der heilige Ludwig fehlt in dieser Aufzählung!

Auch wenn er nicht Heiliger ist und dies auch nie beansprucht hat, ein Nothelfer ist er allemal. (...) Und so ist bei jedem größeren Infrastrukturvorhaben im Lande ob der Enns ein Mann sofort in aller Munde: Ludwig Scharinger. (...) Ludwig als deus ex machina!“

Deus ex machina – der Gott aus der Maschine also. Ursprünglich ein Ausdruck aus dem Griechischen, der dann latinisiert wurde. In der antiken Tragödie wurde ein unlösbar erscheinender Konflikt häufig von einem (mit Hilfe eines Kranes herabschwebenden) Gott gelöst.

Dieses Bild gefällt mir, zur Beschreibung des Ludwig Scharingers. Einer, der einen Gott spielt, der Probleme löst, und der doch selbst nur an einer Vorrichtung hängt – in seinem Fall eine große Bank – die ihm dieses Illusionsstück ermöglicht.

Lesung von Andreas Wahl beim Workshop „Banken, Politik, Gesellschaft – am Beispiel der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich“ im Rahmen des 2. Austrian Social Forum (ASF) am 5. Juni 2004 in Linz


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