Wie bekannt wurde, plant die Stadt Linz für die Jahre 2025 und 2026 jeweils zwei Millionen Euro an den Linz Airport zu zahlen. Zusammen mit dem Land Oberösterreich, das ebenfalls 50 Prozent der Anteile hält, ergeben sich so rund acht Millionen Euro an öffentlichen Zuschüssen – das sind fast 11.000 Euro pro Tag.
Die KPÖ kritisiert diese finanzielle Unterstützung scharf. Bereits 2021 wies sie in einer Anfrage auf die erheblichen finanziellen Risiken hin. Damals hatte Bürgermeister Klaus Luger eine Subventionierung des Flughafens noch ausgeschlossen.
Die KPÖ Linz zeigt sich enttäuscht über die Entscheidung der Stadt Linz, den Antrag auf eine Volksbefragung zur Erhaltung des Grüngürtels und zur Umwidmung von Mitteln zugunsten des öffentlichen Verkehrs als unzulässig zurückzuweisen.
Mit dem Bau der neuen Donautalbrücke wurde vonseiten der verantwortlichen Politik zugesagt, die Schrankenanlage der Mühlkreisbahn zwischen Rudolfstraße und Oberer Donaustraße – den sogenannten „Pendlerschranken“ – in den Morgenstunden zu schließen. Ziel war eine spürbare Entlastung des Stadtteils Alt-Urfahr vom morgendlichen Durchzugsverkehr. Trotz der mittlerweile erfolgten Fertigstellung der Brücke blieb die Umsetzung dieses Versprechens jedoch bis heute aus.
Heute starteten offiziell die Bauarbeiten zur umfassenden Sanierung des Busterminals beim Linzer Hauptbahnhof. Während das Projekt mit einer verbesserten Infrastruktur für Fahrgäste beworben wird, ignoriert es zentrale soziale Bedürfnisse: Es gibt weder einen stationären Sozialdienst noch öffentlich zugängliche, kostenlose WC-Anlagen.
„Ein Terminal, der täglich von 6.000 Menschen frequentiert wird, braucht nicht nur ein neues Outfit, sondern auch Menschlichkeit“, kritisiert Michael Roth-Schmida,
Mit viel Musik und bei strahlenden Sonnenschein fand der heurige Maiaufmarsch des Bündnis „Mayday“ in Linz statt. Unter dem Motto „Kämpferisch und solidarisch für eine besser Welt“ zogen rund 700 Teilnehmer:innen vom Schillerpark bis zum Hauptplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfand.
Gefordert wurden unter anderem das Recht auf leistbares Wohnen, faire Bezahlung für Care-Arbeit, Frieden und Neutralität, eine Arbeitszeitverkürzung sowie ein angemessener Mindestlohn, eine menschenwürdige Existenzsicherung für alle und die Einführung von Vermögenssteuern für Reiche.
Auch 2025 ruft das Mayday-Bündnis zur alternativen Maidemonstration in Linz auf. Die Demonstration beginnt um 10:30 Uhr mit der Auftaktkundgebung beim Schillerpark.
Unter dem diesjährigen Motto „Kämpferisch und solidarisch für eine bessere Welt“ fordert das breite Bündnis einen grundlegenden Systemwechsel. In einer Gesellschaft, die von immer extremerer Ungleichheit geprägt ist, profitieren wenige auf Kosten der vielen. Während große Konzerne Rekordgewinne verbuchen, kämpfen immer mehr Menschen mit steigenden Lebenshaltungskosten, Wohnungsnot und prekären Arbeitsverhältnissen.
Die Demonstration setzt ein klares Zeichen gegen soziale Spaltung, Rassismus, Umweltzerstörung und patriarchale Strukturen und zeigt: Eine solidarische, demokratische und nachhaltige Gesellschaft ist machbar.
Anlässlich 80 Jahre Befreiung vom Faschismus findet am Sonntag, 11. Mai 2025 in der Gedenkstätte des ehemaligen KZ Mauthausen die internationale Gedenk- und Befreiungsfeier unter dem Schwerpunkt „Gemeinsam für ein niemals wieder!“ statt.
Der offizielle Akt beginnt um 11:00 Uhr mit dem traditionellen Einzug unterschiedlicher Gruppen und Delegationen auf den Appellplatz.
Die Kundgebung der KPÖ OÖ findet davor um 10:30 Uhr bei der Gedenktafel für die „Welser Gruppe“ an der Klagemauer in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen statt.
Nach nur wenigen Tagen verschwindet ein Radstreifen auf der Nibelungenbrücke bereits heute wieder – ein verkehrspolitischer Rückschritt und ein klares Einknicken vor dem Druck von Autopendler:innen, Wirtschaftsvertretern und der Landespolitik.
Auch wir als KPÖ Linz waren mit der Lösung nicht restlos zufrieden – sie brachte kaum Verbesserungen für den Fußverkehr. Doch statt mutig nachzubessern, wird kapituliert. Wieder dominiert das Auto, wieder wird die Chance auf echte Veränderung vertan.