Willkommen bei KPÖ Oberösterreich 

1952: Weitblick im Kampf um den Staatsvertrag

  • Mittwoch, 5. Oktober 2022 @ 08:00
Geschichte
Während ÖVP, SPÖ und der 1949 gegründete FPÖ-Vorläufer VdU im ”Kalten Krieg” bedingungslos auf der Seite der Westmächte und deren ”Politik der Stärke” standen, hat die KPÖ die Auffassung vertreten, dass mit einer solchen Politik der Staatsvertrag sowie das Ende der Besatzungsära und damit die volle Unabhängigkeit Österreichs nicht erreicht werden kann.

Schon Anfang der 50er vertrat die KPÖ die Überzeugung, dass ein Weg gefunden werden müsse, der nicht im Blockdenken verankert ist. Der Gedanke der Neutralität stützte sich auf das von der KPÖ schon seit ihrer Gründung im Kampf gegen die Anschlussbestrebungen an Deutschland erfolgte Bekenntnis für ein eigenständiges Österreich.

Broschüre zur Geschichte der KPÖ im Innviertel

  • Mittwoch, 10. August 2022 @ 11:34
Geschichte
Die 1918 gegründete KPÖ kann auf eine mehr als hundertjährige Geschichte und damit einen festen Platz in der österreichischen Parteienlandschaft verweisen. Das gilt auch in einem politisch so „hartem Pflaster“ wie dem Innviertel. Gerade für diese Region gilt umso mehr der Aspekt der Geschichtsbetrachtung von unten unter dem Aspekt von Widerständigkeit und Hartnäckigkeit.

Beim Rückblick auf die eigene Geschichte gilt für uns das Motto „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“, ein Thomas Morus (1478-1535) zugeschriebenes Zitat. Beim Durchforsten der Archive zeigt sich, dass auch im Innviertel die KPÖ über die Jahrzehnte hinweg stets – wenn auch in eingeschränkter Form – präsent war und ist.

Broschüre kommunistischer Widerstand im Bezirk Linz

  • Dienstag, 24. Mai 2022 @ 08:00
Geschichte
1938 wurde mit der Okkupation Österreichs durch Nazideutschland die Selbständigkeit Österreichs ausgelöscht. Die KPÖ hat sich dagegen von Anfang an entschieden aufgelehnt, international protestierten nur die Sowjetunion und Mexiko. Es dauerte sieben Jahre bis im April 1945 die Befreiung vom Faschismus erfolgte und ein selbständiges Österreich wieder entstand.

Für dieses Wiedererstehen hatten sich die Alliierten im „Moskauer Memorandum” von 1943 ausgesprochen, allerdings mit dem Hinweis, wonach „sein eigener Beitrag an seiner Befreiung berücksichtigt werden wird”. Die KPÖ kann mit Fug und Recht darauf verweisen, dass sie diesen „eigenen Beitrag” wahrgenommen hat, stellen doch Kommunist*innen den Großteil der Opfer im politischen Widerstand gegen den Nazifaschismus – dem Motto des diesjährigen Befreiungsfeier in der Gedenkstätte des KZ Mauthausen und den Nebenlagern.

Widerstand und Zivilcourage

  • Dienstag, 10. Mai 2022 @ 11:12
Geschichte
Gut Ding braucht Weile. Erstmals liegt eine wissenschaftliche fundierte Grundlagenarbeit von den Autorinnen Martina Gugglberger, Elisa Frei und Alexandra Wachter zur Rolle von Frauen im Widerstand gegen das NS-Regime in Oberösterreich vor.

Das im März präsentierte Buch und das von einer Jury gekürte Denkmal „Fünf vor 12. Unerhörter Widerstand“ der Künstlerinnen Sabine Kern und Mariel Rodriguez, bilden den wissenschaftlichen und künstlerischen Rahmen der Würdigung des vielfältigen, weiblichen Widerstands in Oberösterreich. Das Denkmal soll im Herbst 2022 am OK-Platz in Linz errichtet werden.

Friedl Dicker-Brandeis - Bauhaus-Schülerin, Avantgarde-Malerin, Kunstpädagogin

  • Freitag, 4. März 2022 @ 10:24
Geschichte
Das Lentos Kunstmuseum in Linz widmet derzeit der Universalkünstlerin Friedl Dicker-Brandeis (1898–1944) eine Einzelausstellung, die man gesehen haben muss. Bis 29. Mai ist noch Zeit dafür. Zu bestaunen gibt es ca. 200 Ausstellungsstücke ihres vielfältigen künstlerischen Schaffens: vom Möbelstück über Zeichnungen bis zu politischen Installationen – eingebettet in die Erzählung ihres Lebenswegs, beginnend in Wien und endend im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz.

Ganz zu Beginn werden die BesucherInnen vom Video mit dem Titel „Damen im Auto“ angezogen. Hilde Kothny und Edith Kramer – hochbetagte Freundinnen von Dicker-Brandeis – erzählen hierin auf der Rückbank eines Autos auf der Fahrt zu einem Treffen mit viel Witz und ohne falsches Pathos über ihre Freundin und Genossin Friedl.

1934: Der Weg zum Februar - Chronologie 1918-1934

  • Samstag, 12. Februar 2022 @ 08:00
Geschichte
1918: Waffenstillstand (3.11.), Gründung der KPÖ (3.11.), Verzicht von Kaiser Karl I. auf Regierungsgeschäfte (11.11.), Ausrufung der Republik (12.11.)

1919: Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung (16.2.), Landesverweisung des Hauses Habsburg (3.4.), Polizeiangriff auf Demonstration in Wien (17.4.), Entwaffnung des Volkswehr-Bataillons 41 (27.8.), Annahme des Friedensvertrages (6.9.)

1934: Lokalchronik der Februarkämpfe in Oberösterreich

  • Samstag, 12. Februar 2022 @ 08:00
Geschichte
Linz: Eine Hausdurchsuchung der Polizei im Hotel “Schiff” löst den Februaraufstand aus. Schauplatz der Kämpfe zwischen Schutzbund und Militär bzw. Heimwehr sind Wirtschaftshof, Diesterwegschule, Polygonplatz (heute Bulgariplatz), Parkbad und Dorfhalle. Weitere Kampfhandlungen gibt es beim Jägermayrhof, Eisenbahnbrücke und dem Petrinum. Der Generalstreik kommt nicht zustande, Züge fahren weiter, Gas-, Strom- und Wasserversorgung werden nicht unterbrochen. Der Aufstand des Schutzbundes bricht bald zusammen. In Linz gibt es 14 Todesopfer und 984 Verhaftungen.

Antifaschistische Kundgebung zum 12. Februar 1934

  • Mittwoch, 9. Februar 2022 @ 17:09
Geschichte
Am 12. Februar 1934 erfolgte mit dem Februaraufstand der letzte verzweifelte Versuch zur Rettung der Demokratie. Bereits im März 1933 wurde vom austrofaschistischen Kanzler Dollfuß das Parlament ausgeschaltet und die Maiaufmärsche untersagt. Im Mai wurden der Schutzbund sowie die KPÖ verboten und bereits im September 1933 die ersten Anhaltelager errichtet.
Aus diesem Anlass gedenkt die KPÖ OÖ mit einer Kundgebung der Februarkämpfe von 1934 am Samstag, 12. Februar 2022, 11:30 Uhr, Linz, Bulgariplatz.
Die von der KPÖ-Oberösterreich gestaltete Dokumentation „Der Kampf war hart und schwer“ über die Februarkämpfe in Oberösterreich und die Rolle der KPÖ kann per Mail an [email protected] bestellt werden. ➡ https://ooe.kpoe.at/article.php/20080210124352424

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