„Ich will mich durch kritische Arbeit als Opposition etablieren“
- Mittwoch, 11. November 2009 @ 08:00
LINZ. Nach 18 Jahren ist die KPÖ erstmals wieder im Linzer Gemeinderat vertreten. Die OÖN sprachen mit der KP-Mandatarin Gerlinde Grünn.OÖN: Wie kann man 20 Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus noch Kommunistin sein?
Grünn: Das ist sehr gut möglich. Der Niedergang der realsozialistischen Staaten war ja vor allem von diesen selbst verursacht, weil politischer und sozialer Fortschritt ignoriert wurden. Dieses Scheitern heißt aber nicht, dass die kommunistische Idee gescheitert ist. Seither ist es ja nicht besser geworden, denn der Kapitalismus hat sich nicht sehr positiv für die meisten Menschen entwickelt.






Wolf, Winfried, Sieben Krisen - ein Crash, ISBN 978-3-85371-299-3, br., ca. 256 S., ca. 17,90 Euro, 32.- sFr.


Mehr als tausend Menschen beteiligten sich am bundesweiten Aktionstag am 5. November 2009 in Linz an der Demonstration „Freie Bildung für alle“. Nicht nur direkt betroffene Studierende der Johannes-Kepler-Universität, der Kunstuniversität und von Fachhochschulen, sondern auch viele SchülerInnen und Berufstätige unterstützten den Protest der Studierenden und versammelten sich bei der Auftaktkundgebung im Volksgarten.
Der Protest der Studierenden hat schlagartig die Misere der Bildungspolitik deutlich gemacht. Die finanzielle Aushungerung der Universitäten und Umwandlung zu selbstfinanzierenden Unternehmen zwingt diese zu verstärkter Drittmittelfinanzierung, macht die Hochschulen zum Anhängsel von Banken und Konzernen. Besonders deutlich wird dies an der Johannes-Kepler-Universität. 

Von Leo Furtlehner