Die Lieder der Genossen
- Samstag, 24. März 2007 @ 20:49
Renate Hofmann sprach mit Alenka Maly über ihren jüngsten FilmHofmann: Worum geht es im Film „Noch gibt er nicht Milch“?
Maly: Szenisch stellten wir es so dar, dass Andrej, ein Ukrainer, der nach Linz gekommen in einem Linzer Lokal gebeten wird, die Internationale zu spielen, dieser ist sehr darüber verwundert, dass es in Österreich Menschen gibt, die dieses Lied hören wollen. Andrej macht auf den Weg, die Gründe dafür näher zu beleuchten. Dieses Konzept bildet den roten Faden durch die Geschichte.






Alfred Klahr sei „der erste ernsthafte Versuch eines wissenschaftlichen Nachweises zu danken [...], daß die Österreicher keinen Teil der deutschen Nation darstellen, sondern sich in einer eigenen Entwicklung zu einer eigenen Nation gebildet haben. Schon die Tatsache, daß er überhaupt diese Frage aufgerollt hat, sichert Alfred Klahr einen Ehrenplatz in der Geistesgeschichte Österreichs.“ (Franz Marek: Die österreichische Nation in der wissenschaftlichen Erkenntnis; in: Die österreichische Nation. Zwischen zwei Nationalismen, hg. von Albert Massiczek. Wien, Frankfurt, Zürich: Europa Verlag 1967, S. 153-162, hier S. 153) 
Von Thomas Rammerstorfer
„Die Auffassung, daß das österreichische Volk ein Teil der deutschen Nation ist, ist theoretisch unbegründet. Eine Einheit der deutschen Nation, in der auch die Österreicher miteinbezogen sind, hat es bisher nie gegeben und gibt es auch heute nicht. Das österreichische Volk hat unter anderen wirtschaftlichen und politischen Lebensbedingungen gelebt als die übrigen Deutschen im Reich und daher eine andere nationale Entwicklung genommen. Wie weit bei ihm der Prozeß der Herausbildung zu einer besonderen Nation fortgeschritten ist bzw. wie eng noch die nationalen Bindungen aus der gemeinsamen Abstammung und gemeinsamen Sprache sind, kann nur eine konkrete Untersuchung seiner Geschichte ergeben.“ Rudolf (d.i. Alfred Klahr): Zur nationalen Frage in Österreich; in: Weg und Ziel, 2. Jahrgang (1937), Nr. 3 
