Ein kultureller Ausnahmezustand droht
- Dienstag, 12. Juni 2007 @ 12:33
Willkommen bei KPÖ Oberösterreich
In politische Geiselhaft genommen wird Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) jetzt vom Österreichischen Turnerbund (ÖTB) und dem FPÖ-Abgeordneten Werner Neubauer. Der Anlass dafür ist die Beschädigung eines Denkmals für den vom Turnerbund kultartig verehrten „Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) in Peuerbach (Bezirk Grieskirchen).
Begrüßt wird von der KPÖ-Oberösterreich der Beschluss des SPÖ-Landesparteivorstandes über den von der schwarzgrünen Koalition in der Landesregierung geplanten Börsegang der landeseigenen Energie AG (EAG) eine Bürgerbefragung durchzuführen. Die KPÖ unterstützt dieses Vorhaben, weil damit eine breite öffentliche Debatte über die Privatisierung dieses wichtigen Bereichs der Grundversorgung zustande kommt. Daher ruft die KPÖ auch zur breiten Unterstützung dieses Instruments der direkten Demokratie auf, zu dessen Einleitung rund 81.000 Unterschriften erforderlich sind.
Die nachstehende (keineswegs vollständige) Bilanz bezieht sich auf Haltungen und Entscheidungen der Grünen in Oberösterreich, die seit der Landtagswahl 2003 Koalitionspartner der ÖVP in der Landesregierung sind. Die schwarzgrüne Koalition in Oberösterreich hat bislang eine ausgesprochen harmonische Zusammenarbeit entwickelt und stellt damit ein Modell auch für gleichartige Koalitionen in anderen Ländern, vor allem aber auch auf Bundesebene dar, wo es bekanntlich nach der Nationalratswahl 2002 bereits zwischen ÖVP und Grünen gegeben hat.
Die Privatisierung der Wasserversorgung in Klagenfurt ist symptomatisch für die Entwicklung auf diesem Sektor und daher auch für andere Städte bzw. Bundesländer von Bedeutung, etwa für Oberösterreich, wo durch den von der schwarzgrünen Koalition betriebenen Börsegang die landeseigene Energie AG teilprivatisiert werden soll und damit auch die Wasserversorgung betroffen ist: Die Initiative von ATTAC-Kärnten, der Kulturinitiative kärnöl und des ÖIE-Kärnten gegen die Privatisierung der Wasserversorgung in Klagenfurt hat daher überregionale Bedeutung: