maiz protestiert gegen Polizeigewalt am 1. Mai
- Samstag, 2. Mai 2009 @ 23:06
Willkommen bei KPÖ Oberösterreich
Liebe KollegInnen, liebe Studierende, liebe FreundInnen,
Presseerklärung des Aktionskomitees 1. Mai
Überschattet von den turbulenten Vorgängen infolge der Polizeiübergriffe gegen die linke Maidemonstration fand am nachmittag des 1. Mai 2009 das traditionelle Maifest der Linzer KPÖ statt. Rund 200 BesucherInnen waren trotz anfänglich etwas unsicherer Witterung zum traditionellen Straßenfest vor dem KPÖ-Parteihaus Melicharstraße 8 gekommen, bei dem auch heuer wieder gute Stimmung bis in die späten Nachstunden herrschte.
Eigentlich sollte dieser 1. Mai 2009 genauso ruhig werden wie alle die Jahre zuvor. Ein Marsch von der Blumau auf den Hauptplatz, ein paar Reden und danach Gulasch essen und Bier trinken. Doch dieses Jahr wollte offenbar jemand nicht dass der antifaschistische Block an der Demo teilnimmt und hat die Polizei beauftragt dies zu verhindern. („Des hot a Studierter entschieden“, O-Ton Polizei).
„Der Linzer Polizeiapparat ist offensichtlich außer Rand und Band geraten“, erklärte der Bundessprecher der KPÖ, Mirko Messner, anlässlich der brutalen Verhinderung der linken Erste-Mai-Demonstration durch massive Polizeikräfte in Linz. Hier finden offensichtlich Vorbereitungen für kommende soziale Auseinandersetzungen statt.
„Es ist ein historischer Dammbruch, dass die heutige linke Erste-Mai-Demonstration in Linz durch eine massive Polizeiprovokation unterbunden worden ist. Die erste Maidemonstration, seit 1945, seit der Zeit des Faschismus“, erklärte KPÖ Bezirksvorsitzender Roland Hochstöger: „Es ist ein politischer Dammbruch, dass die Polizeikräfte gegen die ordnungsgemäß angemeldete, linke Demonstration so massiv vorgegangen ist, während anderorts sich Neonazis zusammenrotten konnten,“ so Hochstöger weiter.
An die 3.000 Menschen beteiligten sich am 30. April 2009 am großen „Lichterzug gegen rechts“, der vom Schillerpark zum Hauptplatz führte. InitiatorInnen waren die Gewerkschaftsjugend, die Katholische Jugend, die Sozialistische Jugend und das oö. Antifa-Netzwerk. Mitgetragen wurde die Kundgebung von rund 50 Organisationen, darunter auch die KPÖ, die beim Marsch mit einem Transparent vertreten war.