Kritik der KPÖ an Schönfärberei um Hochhausprojekte
- Dienstag, 27. Februar 2018 @ 11:18
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Das ist das Verhältnis der täglichen Bahndirektverbindungen Linz - Wien (pro Richtung) zu den Verbindungen Linz - Graz seit dem Fahrplanwechsel am letzten Wochenende. Und das, obwohl das Verkehrsaufkommen auf der parallel mit der Weststrecke der Eisenbahn verlaufenden Westautobahn mit 50-70.000 Kfz/d nur 3 bis 4 Mal größer ist als auf der Pyhrnautobahn (15-20.000 Kfz/d). Dass auf diesen beiden Achsen ein sehr ausgeprägtes Missverhältnis von Verkehrsaufkommen auf der Straße und Bahnangebot vorliegt, ist offensichtlich.
Während die überwiegende Mehrheit der vielen neu entstandenen Tramwaystädte in Europa die neuen Linien zu einer ausgeprägten Aufwertung des Stadtumfeldes genutzt hat und damit ein neues Mobilitätsgefühl eingekehrt ist, redet der Linzer Bürgermeister von einer Devastation seiner Stadt durch den umweltfreundlichen Verkehr.
Die KPÖ sieht sich in ihrer Ablehnung der aktuell geplanten „zweiten Straßenbahnachse“ durch die Finanzierungsschwierigkeiten bestätigt. KPÖ-Linz Verkehrssprecher Michael Schmida: „Auch wenn Bürgermeister Klaus Luger sein Lieblings-Öffi-Projekt, wie bei der heutigen Pressekonferenz, als die beste Verkehrslösung verkaufen will. Es gibt bessere und kostengünstigere Lösungen!“
Warum verschließt sich die Politik Verkehrslösungen, die umweltfreundlicher, leistungsfähiger und billiger sind? Die nun wieder in Frage gestellte Verlängerung der Mühlkreisbahn zum Linzer Hauptbahn zeigt, dass die Verkehrspolitik in Oberösterreich nach wie vor kurzsichtig agiert und in die falsche Richtung geht.