Damit die Menschen wissen, was drinnen vorgeht
- Donnerstag, 12. November 2009 @ 08:00
Willkommen bei KPÖ Linz
LINZ. Nach 18 Jahren ist die KPÖ erstmals wieder im Linzer Gemeinderat vertreten. Die OÖN sprachen mit der KP-Mandatarin Gerlinde Grünn.
Nachdem Linz als eine Lieblingsstadt Hitlers bekannt ist, ist es unumgänglich, dass sich die Kulturhauptstadt dazu „outet“. Auch Linz hat spät mit der Aufarbeitung begonnen. Die Opferverbände mussten noch in Eigenregie das (hässliche) Denkmal am Bernaschekplatz errichten lassen, obwohl es eine Kunstschule gegeben hätte. Aber inzwischen muss man anerkennen, dass vom Stadt- und Landesarchiv viel geleistet wurde.
Die vom September 2008 bis März 2009 laufende Ausstellung „Kulturhauptstadt des Führers“ im Linzer Schlossmuseum hat in ausländischen Medien durch ihren Titel für Irritationen gesorgt. Vom Linzer Bürgermeister Dobusch abwärts beklagen Politiker, dass Linz zu Unrecht wieder einmal die Punze einer Stadt Hitlers aufgedrückt erhalten hat.
Wenn es um Fakten und Vergleiche geht, wird der Linzer SPÖ-Planungsstadtrat Klaus Luger schnell zur Mimose: Bei der Präsentation des Linzer Stadtatlas mit der Fragestellung der Lebensqualität der Stadt am 18. Dezember 2008 im Architekturforum meinte er nämlich sichtlich gereizt, aus diesem Werk sei keine Strategie ableitbar, ein wirklicher Vergleich sei nicht möglich. Woraufhin Atlas-Autor Peter Arlt meinte, dass im Stadtatlas selbst betont wird, dass dieser keine Handlungsanleitung ist, sondern unter dem Motto „Statistik für alle“ durch den Vergleich einer Fülle von Bereichen mit 300 anderen europäischen Städten Diskussionen auslösen will.
Es ist erfreulich, wenn in der Stadtzeitung "Lebendiges Linz" die Linzer Straßen und Plätze vorgestellt werden und informiert wird, nach wem sie benannt sind. Der Eintrag "Die Teuflstraße wurde 1945 nach dem Schlosser Josef Teufl (1904-1945) benannt, der im Konzentrationslager Mauthausen umkam" ist aber befremdend. 