Hardcore-Rechtsextreme unter der Flagge von PEGIDA
- Donnerstag, 19. Februar 2015 @ 11:42
Die Pegida-OrganisatorInnen hatten versehentlich am Montagnachmittag die TeilnehmerInnen-Liste ihrer Facebook-Veranstaltung für die Kundgebung am kommenden Samstag, den 21. Februar in Linz, für wenige Stunden öffentlich zugänglich gemacht. Was sich dadurch offenbarte, liest sich wie das Who is Who der rechtsextremen Szene in Oberösterreich. 




Die Erfahrungen der bisherigen, durch breiten Protest von Antifaschist_innen gestoppten, Aufmärsche von PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) in Wien und Linz sieht die KPÖ als Bestätigung dafür, den neuerlichen für 21. Februar 2015 in Linz angekündigten „Spaziergang“ wegen akutem Verdacht auf NS-Wiederbetätigung zu untersagen, meint KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner.
Zum zweiten Mal musste der österreichische Ableger der deutschen PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) eine deutliche Abfuhr beim Versuch eines öffentlichen Auftretens verzeichnen. Nach dem Scheitern der PEGIDA-Demo am 2. Februar 2015 in Wien kam auch die gleichartige Demo in Linz am 8. Februar 2015 nicht weit und wurde nach ihrem Abmarsch beim Hauptbahnhof bereits nach wenigen hundert Metern bei der Arbeiterkammer von einer Überzahl von Antifaschist_innen gestoppt.
Rede von Hans-Henning Scharsach bei der Demonstration gegen den Linzer Burschenbundball am 10. Jänner 2015
Als widerliche Anbiederung an die deutschnationalen Burschenschaften und damit an den rechtsextremen Populismus der FPÖ kritisiert KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner die Teilnahme von LH Josef Pühringer (ÖVP) bei dem am 10. Jänner 2015 stattgefundenen Burschenbundball.
Das Bündnis „Linz gegen Rechts” wertet die Demonstration gegen den deutschnationalen Burschenbundball als Riesenerfolg! Über 2.200 Menschen folgten dem Demonstrationsaufruf und so konnte in Linz ein deutliches und unübersehbares Statement gegen Rechtsextremismus gesetzt werden.