Pegida-Rummel unter Polizeischutz
- Samstag, 21. Februar 2015 @ 22:00
Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) macht's möglich: 700 Polizist_innen (zusammengezogen aus Oberösterreich, Wien, Salzburg, Tirol und der Steiermark), großräumige Sperren vom Bahnhof über den gesamten Volksgarten bis zur Goethekreuzung, Hubschrauberüberwachung und Platzverbot um gerade 100 Pegidas, darunter Hardcore-Rechtsextreme, vor 1.200 Antifas zu schützen. So geschehen am 21. Februar 2015 in Linz. 




Die Erfahrungen der bisherigen, durch breiten Protest von Antifaschist_innen gestoppten, Aufmärsche von PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) in Wien und Linz sieht die KPÖ als Bestätigung dafür, den neuerlichen für 21. Februar 2015 in Linz angekündigten „Spaziergang“ wegen akutem Verdacht auf NS-Wiederbetätigung zu untersagen, meint KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner.
Zum zweiten Mal musste der österreichische Ableger der deutschen PEGIDA (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) eine deutliche Abfuhr beim Versuch eines öffentlichen Auftretens verzeichnen. Nach dem Scheitern der PEGIDA-Demo am 2. Februar 2015 in Wien kam auch die gleichartige Demo in Linz am 8. Februar 2015 nicht weit und wurde nach ihrem Abmarsch beim Hauptbahnhof bereits nach wenigen hundert Metern bei der Arbeiterkammer von einer Überzahl von Antifaschist_innen gestoppt.
Rede von Hans-Henning Scharsach bei der Demonstration gegen den Linzer Burschenbundball am 10. Jänner 2015
Als widerliche Anbiederung an die deutschnationalen Burschenschaften und damit an den rechtsextremen Populismus der FPÖ kritisiert KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner die Teilnahme von LH Josef Pühringer (ÖVP) bei dem am 10. Jänner 2015 stattgefundenen Burschenbundball.