Breiter Protest gegen Burschenbundball
- Montag, 12. Januar 2015 @ 14:56
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"Der ÖGB bekennt sich in seinen Statuten ganz ausdrücklich zu Antifaschismus und stellt sich entschieden gegen jegliche Art von Diskriminierung oder Rassismus", stellt ÖGB-Präsident Erich Foglar anlässlich des Burschenbundballs in Linz klar. "Deshalb unterstützen wir erneut das Bündnis 'Linz gegen Rechts', dem auch die Österreichische Gewerkschaftsjugend angehört, und das gewaltlos, aber unüberhörbar gegen den 'Burschenbundball' der rechten Szene in Linz protestiert."
<img width="300" height="180" class="floatleft" src="http://ooe.kpoe.at/images/articles/20...0717_1.jpg" alt="" /> Mehr als nur ein Ball
Im Zuge der Auseinandersetzung über die Abhaltung des Integrationsballs der Volkshilfe, die letztlich dazu führte, dass dieser Ball seit einigen Jahren im Design-Center stattfindet, wies im Jahre 2008 der Historiker Michael John (Johannes-Kepler-Universität) auf Fakten zur deutschnationalen Tradition des Vereinshauses hin.
„Wir wollen keine Gruppen, die sich nicht von ihrer Forderung nach einem Ariernachweis distanzieren und die Staatsgrenzen von Österreich und Deutschland nicht anerkennen“ erklärte die Innsbrucker Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Liste „Für Innsbruck“, eine ÖVP-Abspaltung).
Den Linzer „Anschlussturm“, der 2007 mit einem Kommers gewürdigt wurde, bewertet das „Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes“ als „steinerne Anschlusspropaganda“ und damit als „permanenten Verstoß gegen den Staatsvertrag“.
Die burschenschaftlich geführte FPÖ präsentiert sich als „Soziale Heimatpartei“. Strache und Konsorten rühmen sich als Partei des „kleinen Mannes“, behaupten die Sorgen der Menschen zu kennen und sich gegen die „Großen da oben” zur Wehr zu setzen. Die politische Praxis zeigt allerdings das Gegenteil, wie sowohl ein Blick in die Programme der FPÖ und der Vergleich mit ihrer politischen Praxis zeigen und wie insbesondere die Regierungsbeteiligung der FPÖ in der schwarzblauen Ära von 2000 bis 2006 bewiesen hat.
In Zeiten von schwarz-blau zogen wieder vermehrt Burschenschaftler in öffentliche Funktionen ein. Wie z.B. in die Universitätsräte. Zahlreich sind die Legenden und Mythen, die von Burschenschaftern und korporierten FPÖ-Politikern über diese Organisationen verbreitet werden. Ich will ein paar davon korrigieren. Von Heribert Schiedel