Sozial. Mit Sicherheit. KPÖ
- Samstag, 23. August 2008 @ 22:00
Wahlaufruf der KPÖ zur Nationalratswahl 2008Die Vielfalt der zur Nationalratswahl antretenden Parteien und das Schrumpfen der Stammwählerschaft der großen Parteien sind Anzeichen dafür, dass die traditionelle österreichische Parteienlandschaft zunehmend instabil wird. Die beiden Koalitionsparteien geben sich Mühe, die für sie prognostizierten Stimmenverluste abzuwenden, und überbieten einander nun gegenseitig mit sozialpolitischen Versprechungen - wohl in der Hoffnung, die österreichischen Wählerinnen und Wähler würden darüber hinwegsehen, dass sie in der vergangenen Legislaturperiode niemand daran gehindert hat, das, was sie heute getrennt als Versprechen präsentieren, gemeinsam als Regierungsparteien auch umzusetzen.





Nach dem erfolgreichen Abschluß der Aufbringung der für eine Kandidatur in Oberösterreich notwendigen 400 beim Gemeindeamt persönlich abzugebenden Unterstützungserklärungen (erreicht wurden 479) und der Einreichung der Wahlvorschläge am 20. August startete die KPÖ mit einem Infostand in der Linzer Fußgängerzone ihren öffentlichen Wahlkampf.
Die Parlamentsparteien haben mit der Nationalratswahlordnung enorme Hürden aufgebaut, um unter sich zu bleiben. So sorgt eine 4-Prozent-Hürde oder die Notwendigkeit eines Grundmandats für eine entsprechende „Auslese“, aber auch die Kandidatur selbst ist ein bürokratischer Hürdenlauf. Genügt den Parlamentsparteien die Unterschrift von drei Nationalratsabgeordneten brauchen alle anderen kandidierenden Parteien für eine bundesweite Kandidatur 2.600 Unterstützungserklärungen, die persönlich beim Gemeindeamt oder Magistrat abgegeben werden müssen.
„Wir“ leisten uns Steuergeschenke an die 10 Prozent unserer Gesellschaft, die zwei Drittel des gesamten vorhandenen Vermögens besitzen. Gleichzeitig werden sozialstaatliche Leistungen mehr und mehr eingeschränkt und in Frage gestellt. Die Mehrheit der Bevölkerung leidet darunter. Wer das ändern will, muss eine neue Verteilungspolitik einfordern.


