Stelzers Schuldenbremse ist eine gefährliche Drohung
- Dienstag, 30. Mai 2017 @ 09:46
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Völlig falsch liegt die schwarz-blaue Landeskoalition mit der Behauptung, man müsse die bedarfsorientierte Mindestsicherung (BMS) senken um Leistungsgerechtigkeit in Hinblick auf geringe Arbeitseinkommen herzustellen, stellt KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner fest. Wenn es ÖVP-Sozialsprecher Wolfgang Hattmannsdorfer und FPÖ-Klubchef Herwig Mahr damit ernst wäre, müssten sie sich dafür einsetzen, dass die Mindestlöhne kräftig erhöht werden, statt die Politik der sozialen Kälte noch weiter zu verschärfen.
Auf Kosten der Städte sparen will offensichtlich das Land mit dem jetzt von Neo-LH Thomas Stelzer (ÖVP) forcierten Absichten der Zusammenlegung von Bezirkshauptmannschaften, vermutet KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner. Der Steyrer Bürgermeister Gerald Hackl (SPÖ) hat das mit der Aussage „Wie viele Köpfe in der Verwaltung man spart, das muss man definieren“ auf den Punkt gebracht. Auch der Welser Bürgermeister Andreas Rabl (FPÖ) spricht von einer „Kostentragungsvereinbarung“.
Als Hotspots für Spielsüchtige, aber auch für Überfälle zur Geldbeschaffung und verbunden mit negativen Begleiterscheinungen wie Drogenbesitz, Prostitution, Menschenhandel, Betrug und Erpressung erweisen sich Lokale mit – vielfach illegal aufgestellten – Spielautomaten ebenso wie Wettbüros. Alibi-Aktionen wie Ausweispflicht und Spielerkarten wie auch die Betreuung Spielsüchtiger können mit dem Wildwuchs solcher Etablissements nicht Schritt halten, stellt KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner fest.
Als Herr Georgiev am 3.4. die Zeitung „Österreich“ öffnete, traute er seinen Augen nicht: Der Bulgare wird als Mitglied einer „rumänischen Bettlerbande“ dargestellt: „Niemand hat mit mir gesprochen. Man hat mich heimlich von hinten fotografiert“. Herr Georgiev bat Straßensozialarbeiter von „Wieder wohnen“ um Hilfe, die ihn an die Rechtsberatung der BettelLobbyWien verwiesen: „Ich kann es nicht zulassen, dass man mich hier darstellt, als würde ich für einen Boss arbeiten. Ich bin alleine hier und habe immer nur für mich selbst gebettelt.“
Die geplante Schließung des Nestlé-Werkes in Linz macht einmal mehr deutlich, wie multinationale Konzerne die Beschäftigten als Spielmaterial behandeln um die Reich noch reicher zu machen, stellt KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner fest. Zu Recht weist auch AK-Präsident Johann Kalliauer auf die Parallele mit der Papierfabrik in Steyrermühl hin, wo ebenso wie bei Nestlé die von den Beschäftigten erarbeiteten Gewinne an die Aktionär_innen im Ausland ausgeschüttet wurden um dann die Arbeitsplätze zu vernichten.