Steyrer Appell
- Donnerstag, 24. Mai 2007 @ 23:28
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Alfred Klahr sei „der erste ernsthafte Versuch eines wissenschaftlichen Nachweises zu danken [...], daß die Österreicher keinen Teil der deutschen Nation darstellen, sondern sich in einer eigenen Entwicklung zu einer eigenen Nation gebildet haben. Schon die Tatsache, daß er überhaupt diese Frage aufgerollt hat, sichert Alfred Klahr einen Ehrenplatz in der Geistesgeschichte Österreichs.“ (Franz Marek: Die österreichische Nation in der wissenschaftlichen Erkenntnis; in: Die österreichische Nation. Zwischen zwei Nationalismen, hg. von Albert Massiczek. Wien, Frankfurt, Zürich: Europa Verlag 1967, S. 153-162, hier S. 153)
„Die Auffassung, daß das österreichische Volk ein Teil der deutschen Nation ist, ist theoretisch unbegründet. Eine Einheit der deutschen Nation, in der auch die Österreicher miteinbezogen sind, hat es bisher nie gegeben und gibt es auch heute nicht. Das österreichische Volk hat unter anderen wirtschaftlichen und politischen Lebensbedingungen gelebt als die übrigen Deutschen im Reich und daher eine andere nationale Entwicklung genommen. Wie weit bei ihm der Prozeß der Herausbildung zu einer besonderen Nation fortgeschritten ist bzw. wie eng noch die nationalen Bindungen aus der gemeinsamen Abstammung und gemeinsamen Sprache sind, kann nur eine konkrete Untersuchung seiner Geschichte ergeben.“ Rudolf (d.i. Alfred Klahr): Zur nationalen Frage in Österreich; in: Weg und Ziel, 2. Jahrgang (1937), Nr. 3
Das Mauthausen-Komitee Österreich hat seine Aktivitäten und die traditionellen Befreiungskundgebungen bei den Gedenkstätten an den Widerstand und die Opfer des Naziregimes im Jahre 2006 unter den Schwerpunkt Frauen gestellt. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass ohne den Anteil der Frauen ein Großteil des politischen Widerstandes gegen den NS-Terror nicht möglich gewesen wäre, aber des weiblichen Widerstandes bislang nicht in dem ihm zustehenden Umfang gedacht wurde.
Wie der Welser Bürgermeister Peter Koits in seiner Begrüßungsansprache beim 6. Jahrestreffen des OÖ Netzwerkes gegen Rassismus und Rechtsextremismus am 14. Oktober 2006 im Bildungshaus Schloss Puchberg bei Wels mitteilte, wurde die Benennung von zwei weiteren Straßen in Wels nach antifaschistischen WiderstandskämpferInnen beschlossen.
Mit einer Vorsprache bei Bürgermeister Helmut Haas am 3. August 2006 ergriff die KPÖ die Initiative für eine Würdigung der Widerstandskämpferin Theresia Pesendorfer durch eine Straßenbenennung in Bad Ischl. Erika Krenn übergab dabei namens der KPÖ dem Bürgermeister ein Schreiben und biografisches Material zur Person von Pesendorfer. In dem Schreiben heißt es: