60 Jahre Arbeiterkammer Oberösterreich
- Donnerstag, 11. Mai 2006 @ 05:59
1945 wurden auch die Fundamente für die Wiedererrichtung der 1934 ausgeschalteten und vom Faschismus zweckentfremdeten Gewerkschaften gelegt. Am 7. Mai 1945 wurde Linz von US-Truppen befreit und der Nazi-Oberbürgermeister Franz Langoth durch Ernst Koref (SPÖ) abgelöst, am 15. Mai konstituierte sich ein provisorischer Stadtrat, der sich aus je vier Vertretern von SPÖ und ÖVP sowie zwei der KPÖ zusammensetzte. Am 16. Mai wurde eine provisorische Landesregierung unter LH Eigl eingesetzt, welche die Gauverwaltung der Nazis ablöste. 




Die Ausstellung „Wer waren die 999er?“ wurde 1993 von der Arbeitsgemeinschaft ehemaliger 999er erarbeitet und in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Deutscher Widerstand gestaltet. Die Ausstellung gibt einen Einblick in die Geschichte und das Schicksal der vom faschistischen Deutschland im II. Weltkrieg gebildeten und eingesetzten Strafeinheiten 999.
Ihre traditionelle Kranzniederlegung zum Jahrestag der Annexion Österreichs durch Hitlerdeutschland im März 1938 führte am 9. März 2006 die Arbeitsgemeinschaft der Opferverbände OÖ (KZ-Verband, Sozialdemokratische Freiheitskämpfer, ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten, Israelitische Kultusgemeinde) beim Mahnmal am Linzer Bernaschekplatz durch.
Nationalsozialismus, Widerstand und Verfolgung im Bezirk Braunau 1938 – 1945
Zu einem wirklichen Erfolg wurde die gemeinsame Veranstaltung der KJÖ Braunau und dem KZ-Verband Oberösterreich unter dem Motto "Widerstand & Verfolgung". Rund 30 Menschen fanden sich im bsz ein, um den Ausführungen von Florian Schwanninger und Rudolf Haunschmid zu folgen.
Unter den fast 70 Gästen bei dieser Veranstaltung in der Linzer Arbeiterkammer am 17. Februar 2006 konnte der Ehrenvorsitzende des KZ-Verbandes, Rudolf Haunschmid, unter anderem auch den ehemaligen Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden des Mauthausen-Komitees Helmut Edlmayr, den bekannten langjährigen sozialdemokratischen Bildungsfunktionär Max Lotteraner, Gerald Oberansmayr (Werkstatt Frieden & Solidarität) und den Sohn des im antifaschistischen Partisanenkampfes gefallenen oberösterreichischen Kommunisten Hugo Müller, Peter Müller, begrüßen.