März 1848 in Oberösterreich: Halbe Revolution, ganze Befreiung
- Sonntag, 16. März 2008 @ 10:14
Die erste Wiener Revolutionswelle vom März 1848 fand in Oberösterreich ihr Echo vor allem in den Städten, wo man endlich eine zeitgemäße Verfassung und seine wirtschaftliche Freiheit ersehnte.Am 16. März ruhte in ganz Linz die Arbeit, Bürgergarden bildeten sich in Linz, Steyr, Wels, Gmunden, Vöcklabruck, Grieskirchen, Braunau, Ried und im Salzkammergut. Vereinzelt kam es auch zu Aktionen gegen lokale Behörden, aber die Bürgergarden hatten ja auch die Aufgabe, den bürgerlichen Besitz vor der „Anarchie“, sprich: vor den Besitzlosen, den Arbeitern, zu schützen.





Von Erika Krenn
Österreich als „erstes Opfer“, Österreicher als „erste Arisierer“ – und die vergessene Rolle der KPÖ. Wie der Widerstand zum ersten Opfer des „Opfer“-Diskurses wurde. Von Winfried R. Garscha
Mit einer Kranzniederlegung zum 70. Jahrestag der Annexion Österreichs durch Hitlerdeutschland im März 1938 gedachte am 12. März 2008 die Arbeitsgemeinschaft der Opferverbände OÖ (KZ-Verband, Sozialdemokratische Freiheitskämpfer, ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten, Israelitische Kultusgemeinde) beim Mahnmal am Linzer Bernaschekplatz des antifaschistischen Widerstandes und der Opfer des Faschismus.
1938 erfolgte die Okkupation Österreichs durch Nazideutschland, bestätigt durch eine Volksabstimmung bei der über 99 Prozent der Bevölkerung – die Mehrheit davon keineswegs nur unter Druck – diesem „Anschluss“ zustimmte. Die „übelste, niederträchtigste und gewaltbereiteste Richtung“ (Hans Rauscher) bekam die Oberhand, ein „Hexensabbat des Pöbels und ein Begräbnis aller menschlichen Würde“ (Carl Zuckmayer) prägten diesen „Anschluss“.
Von Otto Treml
Manfred Mugrauer untersucht jene Phase in der unmittelbaren Nachkriegsgeschichte Österreichs, in der die Kommunistische Partei Österreichs über den größten Einfluss auf die innenpolitische Entwicklung verfügte.
Am 26. Juli 1946 beschloss der Nationalrat mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und KPÖ das 1. Verstaatlichungsgesetz, mit dem die Schlüsselindustrien und österreichischen Großbanken verstaatlicht wurden. 1947 wurde die gesamte Elektrizitätswirtschaft in staatlichen Besitz überführt. Heute, über 60 Jahre danach, sind von den Verstaatlichungen nur noch marginale Reste in Form von ÖIAG-Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen wie AUA, OMV, Post AG und Telekom Austria übrig geblieben.