Franz Draber, der aus Todeszelle der Nazis floh, „erhält“ eine Straße
- Montag, 7. März 2011 @ 13:05
STEYR. Eine neue Straße vor Schrebergärten erinnert an einen Häftling, der aus der Todeszelle der Nazis entflohen ist. Mit der Namensgebung für Franz Draber bewahrt die Stadt einen weiteren Widerstandskämpfer gegen Hitler und das Hakenkreuz im Gedächtnis. Das „Verbrechen“ des Arbeiters war, für die Angehörigen von KZ-Häftlingen Geld zu sammeln und in der Fabrik Gegner der Braunhemden zu vereinigen. Franz Draber, Jahrgang 1913, wurde wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ im Mai 1944 verhaftet und zum Tod verurteilt. „Hier ist noch keiner rausgekommen“, raunte ihm ein Scherge im Zuchthaus Stadelheim bei München zu, wo der Steyrer hingerichtet werden sollte.
Als er zum Wasserholen eingeteilt war, sprintete der gute Langstreckenläufer im Gefängnishof los und entwischte durch ein kleines Eisentor. Draber schüttelte die Wachen ab.





Geboren am 13. März 1923 in Linz, gelernter Dentist, 1941 zur Wehrmacht eingezogen, in Finnland wegen "Wehrkraftzersetzung" verhaftet, schwere Erkrankung während der Haft verhindert später die Ausübung des gelernten Berufes.
Im 91. Lebensjahr stehend ist am 24. Dezember 2010 unser Genosse Fritz Gerhartinger gestorben.
Im 96. Lebensjahr ist in Linz am 4. November 2010 unsere Genossin Hilda Himsl gestorben.
Die 56seitige Broschüre „Max Petek. Biographie eines Widerstandskämpfers“, herausgegeben vom KZ-Verband/VdA OÖ ist soeben erschienen. Max Petek, geboren 1913, ist einer jener Männer und Frauen, die dem Faschismus von Anfang an Widerstand entgegensetzten.
Otto Pensl (1895–1945). Der begeisterte, in Linz geborene Allroundsportler war Mitglied des Arbeiterturnvereines „Vorwärts“ Steyr. Nach ihm ist eine Straße in Steyr-Münichholz benannt.
Am 8. Jänner 2010 ist nach langer schwerer Krankheit in Linz die Schriftstellerin Eugenie Kain im Alter von 49 Jahren gestorben. Mit ihr verliert die österreichische Literatur eine namhafte Autorin und die KPÖ eine engagierte Genossin und Mitstreiterin.
„Das ist die erste Auszeichnung, die ich entgegennehme“, sagt Hans Marsálek, Gründer der Lagergemeinschaft Mauthausen: Kommenden Dienstag verleiht ihm die Linzer Kepler-Universität die Würde eines Ehrendoktors.