Über den Videofilm „kain Denkmal“
- Samstag, 27. Oktober 2012 @ 08:00
In der Ankündigung seht, dass ich über den Videofilm der Alenka Maly sprechen werde. Zuerst: Alenka lässt euch recht herzlich grüßen. Leider ist sie verhindert, weil heute in Oberösterreich das Festival der Regionen beginnt unter dem Motto: „Die Kunst der Feindschaft“. Alenka ist am Theaterprojekt der Genossin Tina Leisch und Mirko Messner beteiligt: „Elf Seelen für einen Ochsen“. Das behandelt die Ereignisse zu Kriegsende im zweisprachigen Kärnten am „Persmanhof“ und ihre Aufarbeitung.Diese Produktion wird in den nächsten Tagen an sechs oberösterreichischen Brennpunkten der NS-Zeit gezeigt: In Vöcklabruck, Pichl bei Wels, St. Georgen an der Gusen, im Euthanasie-Schloss Hartheim, Attnang-Puchheim und im Transformatorenbunker in Redl-Zipf.





Im 99. Lebensjahr ist am 30. Juli 2012 im Linzer Unfallkrankenhaus unsere Genossin Aloisia Wanka gestorben.
Von den wenigen organisierten Widerstandsgruppen der Sozialisten im Bezirk Vöcklabruck dürfte die von Eisenbahnern gebildete Gruppe der Revolutionären Sozialisten in Attnang-Puchheim am wichtigsten gewesen sein. Sie hing mit der RSÖ-Gruppe der Eisenbahner im Raum Salzburg zusammen, die ihrerseits Verbindung mit den Salzburger Kommunisten hatte.
Einer, der dem Einmarsch des „Führers“ nicht im Spalier „Heil“ rufender Massen entgegenblickte, war der Welser Kommunist Franz Schöringhumer. Er befand sich in den Märztagen 1938 in Schutzhaft. Die Herren des Dritten Reiches wußten offensichtlich von Anbeginn an, von welcher Seite sie erbitterten Widerstand zu erwarten hatten.
Franz Willinger war Februarkämpfer, Teilnehmer am Aufbau des Sozialismus in der UdSSR, Spanienkämpfer, KZ-Häftling, zuletzt Ehrenobmann des KZ-Verbandes OÖ. Franz Willinger kam am 16. Mai 1912 als Sohn einer Eisenbahnerfamilie in Linz zur Welt. Nach der Grundschule erlernte er den Beruf eines Friseurs und schloss sich bereits früh der Arbeiterwegung an.
Roman Füchsel wurde am 10. Mai 1900 in Linz als Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Er war von Beruf Pumpenwärter, verheiratet, ein Kind. Füchsel war seit früher Jugend in der ArbeiterInnenbewegung aktiv tätig.