Josef Angsüsser (1904-1992)
- Mittwoch, 12. September 2007 @ 20:18
Aus dem Bericht des Braunauer Kommunisten Josef Angsüsser (15.1.1904-12.9.1992) werden die realen Erfahrungen mit dem grünen und braunen Faschismus, ebenso aber auch, wie wenig der Faschismus in Österreich nach 1945 „bewältigt“ wurde, deutlich. Das folgende Gespräch mit Sepp Angsüsser führte Günther Schlager am 29. Jänner 1988. 




Im 88. Lebensjahr ist in Linz am 29. Juli 2007 unsere Genossin Aloisia Wipplinger gestorben. Luise Wipplinger (geb. Mair) wurde am 18. Dezember 1919 in Linz-Urfahr geboren. Nach dem Schulbesuch erlernte sie das Schneiderhandwerk und arbeitete bei der Post. Nach der Befreiung vom Faschismus war sie im Verlag der kommunistischen Tageszeitung „Neue Zeit“ tätig und arbeitete anschließend bis zu ihrer Pensionierung im Jahre 1979 als Angestellte beim Wimmer-Verlag. Sie gehörte der KPÖ seit 1948 als Mitglied an und war lange Zeit in der damaligen Sektion Linke Brückenstraße aktiv.
Geboren am 23. Juni 1906, bewohnte Risa Höllermann in den 1940-er Jahren mit ihrem Gatten Hermann und den zwei Kindern der Familie ein Zimmer im Hinterhof des Hauses Nr. 7 in der Welser Burggasse.
Noch wenige Tage vor ihrem Tod hatte Theresia Reindl (geboren 1910, gestorben am 15. April 1989) mit KameradInnen im KZ-Verband über die bevorstehende Befreiungsfeier im KZ Mauthausen gesprochen und gemeint, sie möchte dabei sein ”wenn ich noch einmal hinaufschnaufen kann”. Die KameradInnen hatten sie beruhigt und ihr angetragen, daß man sie selbstverständlich im Auto mitnehmen werde. Aber dann hatte ihr Herz doch nicht mehr durchgehalten und für immer zu Schlagen aufgehört.
Im 88. Lebensjahr stehend ist am 13. März 2007 in Linz unsere Genossin Helene Ripota gestorben. Helene Ripota wurde am 13. August 1919 als Kind einer politisch engagierten Kärntner Eisenbahnerfamilie geboren. 1935 übersiedelten die Eltern Karl und Helene Taurer mit den vier Kindern 1935 nach Linz.
Alois Straubinger wurde am 17. Februar 1920 in Bad Goisern geboren. Schon nach den Februarereignissen des Jahres 1934 wurde er Mitglied der KPÖ und des Kommunistischen Jugendverbandes (KJV). 1937 wurde Straubinger von einem Jugendgericht zu drei Monaten Arrest wegen illegaler kommunistischer Betätigung verurteilt.
Rudolf Kührer wurde am 22. April 1914 in Linz geboren und erlernte nach dem Schulabschluss den Beruf eines Tischlers und Schimachers. Er organisierte sich schon vor 1934 in der Arbeiterbewegung. Als Aktivist der Sozialistischen Arbeiterjugend nahm er an den Februarkämpfen 1934 am Bulgariplatz teil und wurde in der Folge mehrere Male wegen Widerstand gegen das austrofaschistische Regime in Haft genommen.