Margarethe Müller (1914-1957): „Hielt mit abträglichen Äußerungen nicht zurück…“
- Montag, 3. Februar 2014 @ 08:00
Am 3. Februar 1944 wurde Margarethe Müller vom Oberlandesgericht Wien wegen „Tragen eines Ringes mit dem kommunistischen Abzeichen“ sowie hochverräterischer Propaganda und weil sie „überdies durch defaitistische Äußerungen die Wehrkraft zersetzt“ habe zu vier Jahren Zuchthaus verbunden mit Ehrverlust verurteilt, die sie bis Kriegsende im Frauenzuchthaus im bayerischen Aichach verbüßte. 




Am 24. Jänner 2014 ist in Linz unsere Genossin Luise Duschill im 91. Lebensjahr gestorben.
Zahlreiche Frauen waren von 1943 bis 1945 am Bestehen der Widerstandsgruppe „Willy-Fred“ beteiligt, deren Kern Josef Plieseis, Alois Straubinger und Karl Gitzoller bildeten. Die Gruppe hielt sich ab April 1944 zwischen Bad Ischl und Bad Aussee versteckt.
Margarete Stößlein aus der Stadt Enns starb 1944 im Alter von 31 Jahren, so wie viele tausende Frauen in Österreich wegen ihrer Liebe zur Freiheit, wegen ihrem Bekenntnis zum Antifaschismus.
KPÖ trauert um Erna Olzinger
Von Michael Kurz
Josef Plieseis, geboren am 20. Dezember 1913 in Bad Ischl - Lauffen, gestorben am 21. Oktober 1966 in Bad Ischl, ist in der österreichischen Geschichte als wichtiger Organisator des antifaschistischen Widerstandes im Salzkammergut von 1943-1945 bekannt geworden. Deshalb dazu einige kurze bio-bibliographische Notizen:
Elisabeth Fürschuß, geboren am 2. November 1882, wohnhaft in Steyr, Adolf Hitler-Platz 45 (heute Grünmarkt 3). Bereits nach dem Februarkampf 1934 wurde sie Mitglied der verbotenen Kommunistischen Partei und betätigte sich in der Folge illegal.