Europäische Initiative gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus
- Sonntag, 30. September 2007 @ 09:01
Willkommen bei KPÖ Oberösterreich
KZ-Überlebender Hans Marsalek an die Verantwortlichen des Linzer Vereinshauses:
Aufruf der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen, des Mauthausen-Komitees Österreichs und des OÖ Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus
Zahlreiche Prominente aus Kultur und Wissenschaft sowie KZ-Überlebende und Widerstandskämpfer appellieren an die politischen Verantwortungsträger der Stadt Linz, aber auch des Landes Oberösterreich, sich von einem für Anfang Oktober in Linz geplanten Treffen deutschnationaler Burschenschafter zu distanzieren. Die Politiker sollen dem Aufruf zufolge alle demokratischen Möglichkeiten ausschöpfen, um das "ewiggestrige Spektakel" zu verhindern.
Am Samstag, 11. August trat die Neonazi-Organisation „Bund freier Jugend“ erneut in Erscheinung - diesmal in Wels. Nachdem in den letzten Tagen diverse Teile der Innenstadt mit BFJ-, AFP- und NPD-Aufklebern zugepflastert wurden, führte eine Gruppe von rund ca. 12 bis 15 Neonazis am Samstag in der Welser Innenstadt (etwa beim Gefängnis) mehrere vermutlich unangemeldete Kundgebungen durch, bei denen die bereits bekannten Plakate (die „Welser Rundschau“ berichtete am 25. Juli 07 darüber), ein Transparent sowie Flugblätter, auf denen die Freilassung der drei inhaftierten Führungskader Michael Scharfmüller, Rene Hönig und Stefan Magnet gefordert wird, verwendet wurden.
Rund 9.000 TeilnehmerInnen waren laut Polizeiangaben zur diesjährigen Kundgebung in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen anlässlich der Befreiung der Häftlinge durch US-amerikanische Truppen vor 62 Jahren gekommen. Die vom Mauthausen Komitee Österreich und der Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen organisierte Befreiungsfeier würdigte heuer schwerpunktmäßig die Erinnerung an die damals inhaftierten Künstler und Wissenschaftler.