Wachsam gegen rechtsextreme Umtriebe
- Freitag, 18. Juli 2008 @ 19:54
Von Leo FurtlehnerEs ist ein Erfolg des jahrelangen breiten Druckes der Antifa-Bewegung, dass seit Mai fünf Aktivisten des rechtsextremen Bundes Freier Jugend hier in Wels vor Gericht stehen. Sie sind wegen Verstoß gegen das NS-Verbotsgesetz angeklagt. Laut einem Gutachten des Verfassungsrechtlers Heinz Mayer von 2005 verstoßen sowohl der BFJ als auch seine Mutterorganisation AFP gegen das NS-Verbotsgesetz. Es geht bei diesem Prozess aber nicht nur um diese beiden offen neonazistischen Organisationen.





Die vom Mauthausen Komitee Österreich und der Österreichische Lagergemeinschaft Mauthausen organisierte Befreiungsfeier in der Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen würdigte heuer schwerpunktmäßig den Widerstand gegen den Nazifaschismus. Rund 7.000 Menschen waren laut Polizeiangaben zur großen Kundgebung am 18. Mai 2008 anlässlich der Befreiung der Häftlinge durch US-amerikanische Truppen vor 63 Jahren gekommen.
Von Leo Furtlehner
Unter dem Motto „Gegen Leugnen, Schweigen und Vergessen“ fand am 19. April 2008 in der Grenzstadt Braunau eine antifaschistische Demonstration gegen den Nazi-Tourismus anlässlich des „Führergeburtstages“ statt. Mit rund 200 AntifaschistInnen aus mehreren Bundesländern sowie aus dem angrenzenden Bayern war die Beteiligung etwas schwächer als im Vorjahr und leider nahmen nur wenige TeilnehmerInnen aus Braunau selbst teil.
"Es ist massiv zu befürchten, dass hier Gräben aufgerissen werden", mit diesen Worten stellte sich laut Protokoll der sozialdemokratische Bürgermeister von Sankt Pantaleon (Bezirk Braunau) im Gemeinderat gegen den Vorschlag des Vereins Erinnerungsstätte Lager Weyer/lnnviertel, im Rahmen des Straßenbenennungskonzeptes für den Ort symbolisch der Opfer in den beiden NS-Lagern St.Pantaleon-Weyer zu gedenken.
Irma Trksak wurde 1917 in Wien geboren. Sie wurde wegen Widerstandes in einer Gruppe Wiener TschechoslowakInnen 1941 von der Gestapo verhaftet und in der Folge ins Frauen KZ Ravensbrück deportiert. Seit Jahrzehnten ist sie als Sekretärin der Lagergemeinschaft Ravensbrück und als Zeitzeugin unterwegs, um ihre politische Lebenserfahrung an die nächsten Generationen weiterzugeben.