Frauen im Hintertreffen
- Montag, 30. März 2020 @ 08:00
Gerlinde Grünn über die Benennung von Straßen und Plätzen als ein immer wiederkehrendes Thema der Kommunalpolitik.Straßennamen dienen nicht nur der Orientierung. Sie erzählen Geschichten, erinnern an wichtige Ereignisse und ehren Persönlichkeiten. Das Gedächtnis einer Stadt manifestiert sich so im öffentlichen Raum, bewahrt, polarisiert und grenzt auch aus. Unvergessen hier das hartnäckige Engagement von Gemeinderat Franz Kain, der 1986 die Umbenennung der Langothstraße durchsetzte.





Am 26. September 2019 hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) die am 1. Februar 1983 erlassene Verordnung der Polizeidirektion Linz für ein generelles Plakatierungsverbot in Linz mit der Begründung aufgehoben, dass die Behörden verabsäumt haben, diese Verordnung regelmäßig zu überprüfen. Nachdem bis dato seitens der Stadt Linz keine entsprechenden Handlungen für eine Neuregelung erfolgten nimmt KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn dies zum Anlass für eine Anfrage bei der Gemeinderatssitzung am 5. März 2020.
Der Architekt Arthur Porr und der frühere Stadtbaudirekt Curt Kühne haben zweifellos ihre Verdienste, dessen ungeachtet betrachtet es die Linzer KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn als Affront, dass der Stadtsenat kürzlich wieder zwei Straßen nach Männern benannt hat.



