GewerkschaftsaktivistInnennetzwerk OÖ: Keine Privatisierung bei der Energie AG
- Mittwoch, 29. August 2007 @ 15:42
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Durch den Schulterschluss von ÖVP, Grünen und FPÖ im Einklang mit Wirtschaft und Medien wird der Ausverkauf der heimischen Energieversorgung im Eiltempo und ohne demokratische Diskussion vorangetrieben. Die SPÖ Oberösterreich lehnt den Börsegang ab und fordert eine Bürgerbefragung, während die steirische SPÖ zur gleichen Zeit ihrerseits die Energieversorgung verscherbelt.
Unter dem Motto „Kein Börsegang - Nachhaltige Entwicklung statt schnelles Geld!“ protestierten am 5. Juli 2007 Mitglieder der Plattform Stopp GATS Oberösterreich vor dem Linzer Landhaus vor Beginn der entscheidenden Landtagssitzung gegen die geplante Teilprivatisierung der landeseigenen oberösterreichischen Energie AG durch den von ÖVP und Grünen mit Unterstützung der FPÖ forcierten Börsegang. Mitbeteiligt an der Plattform ist auch der Gewerkschaftliche Linksblock OÖ.
Karl Reitter über Konsum und Kapitalismus.
Der Trend der Bundesländer, langsam, aber sicher ihre Landesenergieversorger zu verprivatisieren und damit auch dem politischen Einfluss zu entziehen hält an. Derzeit setzt die ÖVP in Oberösterreich alles daran, 40 Prozent der Energie AG an der Börse zu verscherbeln. Damit verblieben dem Land noch 51 Prozent. 6,25 Prozent gehören der stadteigenen Linz AG, der Rest ist für eine Mitarbeiterbeteiligung reserviert.
„Unser Katechismus ist das Aktienrecht“, Ex-ÖIAG-Chef Rudolf Streicher (SPÖ) zur Privatisierungsbilanz von 1986 bis 2000