AUA-Verkauf: Dilettantismus mit Methode
- Mittwoch, 5. November 2008 @ 10:23
Die geplante Privatisierung der Austrian Airlines bekommt immer groteskere, ja offen mafiotische Züge. Die Lufthansa, die als einziger Bieter übrig geblieben ist, will die AUA nun nicht nur geschenkt, sie will vom österreichischen Staat auch noch 500 Millionen Euro draufgelegt bekommen. Die Regierung ist offensichtlich zu diesem Kniefall bereit und hat beschlossen, 500 Millionen an AUA-Schulden zu übernehmen. 




CD Kurt Palm liest Karl Marx Best of: Das Kapital. 2007 Astormedia. Preis 11 Euro. Erhältlich bei der KPÖ-Oberösterreich, Melicharstraße 8, 4020 Linz, Telefon (0732) 652156, Mail
Der oö SPÖ-Landeschef Erich Haider bejubelt die Idee des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy für Teilverstaatlichungen heimischer Betriebe als Schutz des Ausverkaufs an Konzerne aus Nicht-EU-Staaten und schlägt solches auch für Oberösterreich vor. Er nennt dabei konkret die AMAG und die Lenzing AG als aktuelle Fälle. Haiders Sichtweise ist freilich pikant, blickt man nur ein paar Jahre zurück.
Ende letzter Woche hatten sich die Finanzmärkte vorübergehend beruhigt. Die US-Regierung arbeitete an dem neuen rekordverdächtigen Bankenrettungsplan. Doch bereits in der laufenden Woche gingen die Kurse wieder in die Knie. Negative Folgen des Rettungsplans werden diskutiert. Neue Krisenherde treten in Erscheinung. Tatsächlich dürften wir im besten Fall die Ruhe vor neuen Stürmen erleben.