BEIGEWUM zur aktuellen Finanzkrise
- Mittwoch, 29. Oktober 2008 @ 11:04
1. UmverteilungDie aktuelle Krise ist nicht nur ein Versagen des Finanzsektors, sondern auch Ergebnis der zunehmenden Verteilungsschieflage der letzten Jahre. Die Ansammlung gigantischer Vermögen auf der Suche nach lukrativen Veranlagungsmöglichkeiten hat dazu geführt, dass die Finanzinstitute mehr Geld in den Händen hatten als durch lukrative Investitionsprojekte absorbiert wurde, weshalb schließlich auch unsolide Kredite vergeben wurden.






Nicht weniger als elf der 34 FPÖ-Abgeordneten kommen aus dem Stall der deutschnationalen „schlagenden“ Burschenschaften. Allesamt sind sie natürlich sonorige „Alte Herren“ die sich demokratisch geläutert präsentieren und ihren politischen Background tunlichst verbergen. Die Kandidatur des FPÖ-Abgeordneten Martin Graf als Dritter Nationalratspräsident hat aber schlagartig die hemmungslose Verfilzung von FPÖ und Burschenschaften und damit dem ganzen rechtsextremen Dunstkreis sichtbar gemacht. 
Das 4. Austrian Social Forum (ASF) ging am Sonntag, den 26. Oktober 2008 erfolgreich zu Ende. Während drei Tagen bildete das historische Schloss von St. Peter, „einst Herrschaftssitz – nun Haus für alle“ den Rahmen für 78 Veranstaltungen, die zum überwiegenden Teil von zivilgesellschaftlichen Organisationen und sozialen Bewegungen selbst organisiert waren. Ein breiter Bogen von Themen spannte sich von ökologischen Fragestellungen über die Problematik von Geld- und Friedensthemen bis hin zu Überlegungen wie ein solidarisches, soziales, ökologisches und weltoffenes Europa aussehen könnte.
Kommende Woche ist Colin Goldner in Linz zu Gast. Der bayerische Psychologe gilt als größter Kritiker des im deutschsprachigen Raum hoch verehrten Dalai Lama. Ein Gespräch über Tibet und Psychokulte.
Der oö SPÖ-Landeschef Erich Haider bejubelt die Idee des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy für Teilverstaatlichungen heimischer Betriebe als Schutz des Ausverkaufs an Konzerne aus Nicht-EU-Staaten und schlägt solches auch für Oberösterreich vor. Er nennt dabei konkret die AMAG und die Lenzing AG als aktuelle Fälle. Haiders Sichtweise ist freilich pikant, blickt man nur ein paar Jahre zurück.
Rechtsextremismus unter türkischen MigrantIinnen. Von Thomas Schmidinger