Rechtsextreme erfinden Straftaten zur Kriminalisierung von Antifaschisten
- Mittwoch, 22. Juni 2011 @ 09:48
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<img width="200" height="150" align="left" src="https://ooe.kpoe.at/images/articles/2...3946_1.jpg" alt=""> Zum dritten Mal findet heuer in Reichenthal (Bezirk Urfahr-Umgebung) das „Northern Lights“-Metalfestival statt. Unter den zahlreichen für das Konzert angekündigten Musikgruppen, die vorwiegend „unpolitischen“ Charakters sind, finden sich auch eine neonazistische Band aus der Ukraine und mehrere Bands, die offenbar keine Berührungsängste zur rechten Szene haben.
Wenige Tage vor der großen internationalen Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen schlägt das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) Alarm: In einem Offenen Brief an die politische Führungsschicht – Bundespräsident, Regierungsmitglieder, Landeshauptleute und Nationalratsabgeordnete – weist es nicht nur auf die massive Zunahme neonazistischer Straftaten hin. Allein von 2009 auf 2010 ist die Zahl der Anzeigen wegen NS-Wiederbetätigung um mehr als 30 Prozent gestiegen! Das Mauthausen Komitee sieht vor allem im Umgang der Behörden mit diesen Straftaten Anlass zu großer Besorgnis.
In Wels droht, dass die Neonazis aus dem Umfeld von Ludwig Reinthalers ehemaligen „Bunten“ dieses Jahr bei der offiziellen Bezirks-SPÖ-Maifeier am Vogelweiderplatz ganz offen auftreten. Schließlich markierten sie auch letztes Jahr bei der SPÖ-Vogelweide-Veranstaltung überdeutlich „ihr Revier“.
Laut Veranstalter 400, laut Polizeiangaben 200 AntifaschistInnen demonstrierten am 16. April 2011 in Braunau bei der schon traditionellen Antifa-Demo des Bündnisses „braunau gegen rechts“.
Auf einem Flohmarkt werden offen und regelmäßig NS-Devotionalien angeboten. Touristen sind empört. Revisionistische Literatur, die mit Hakenkreuzen gekennzeichnet ist, verstößt gegen das Abzeichengesetz.