MKÖ: Detlef Wimmer soll 2011 Neonazi-Kontakt gehabt haben
- Freitag, 19. April 2013 @ 12:46
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Auch heuer unterstützt die KPÖ-Oberösterreich wieder die vom Bündnis Braunau gegen rechts organisierte Antifa-Demonstration, die am 20. April 2013 in Braunau (15:00 Uhr, Bahnhof) stattfindet.
"Allein während der letzten paar Monate hat es eine ganze Reihe von Nazi-Skandalen in der FPÖ gegeben", sagt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). "In Oberösterreich sind im Jänner und Februar fünf blaue Funktionäre mit rechtsextremen Aktivitäten aufgefallen - drei wurden zum Parteiaustritt bewegt, zwei durften bleiben. Kürzlich musste der Pressesprecher der Wiener FPÖ wegen SS-Postings zurücktreten. Der Salzburger Landesobmann Karl Schnell hat den NS-Begriff 'Umvolkung' verwendet. Und gestern wurde bekannt, dass der Linzer FPÖ-Fraktionsobmann Sebastian Ortner einer Neonazi-Wehrsportgruppe angehörte."
KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner begrüßt die Ankündigung von SPÖ-Landeschef LHStv. Josef Ackerl, wonach die SPÖ ihre Teilnahme am Landessicherheitsrat einstellt und sich dort nicht länger von ÖVP und FPÖ vorführen lassen will. Damit zieht Ackerl eine längst fällige Konsequenz aus der Tatsache, dass LH Josef Pühringer und seine ÖVP die Problematik des Rechtsextremismus in Oberösterreich systematisch kleinreden und hinter einem allgemeinen Geschwafel über Extremismus vernebeln um der FPÖ gefällig zu sein.
Als Thomas Rammerstorfer im März 2010 erstmals auf den Neonaziklub „Objekt 21“ stieß, dachte er, diese Angelegenheit würde sich schnell erledigen. Trotz der offensichtlichen NS-Propaganda und der kriminellen Aktivitäten vergingen aber beinahe drei Jahre, bis die Handschellen klickten. Um mehr über die aktuellen Entwicklungen und das spezielle „oberösterreichische Klima“ zu erfahren, bat die KUPF den Rechtsextremismus-Experten zum Interview.
„Die Gedenkstätte Mauthausen ist Österreichs wichtigstes Mahnmal gegen Nationalismus und Gewaltverherrlichung“, sagt Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich (MKÖ). „Die Bedeutung dieses Mahnmals liegt aber nicht nur in der Erinnerung an das dunkelste Kapitel unserer Geschichte, sondern auch in der Aufforderung, heutige menschenverachtende Strömungen konsequent zu bekämpfen.“
„ … schlag Dir mein Knie in Deine Fresse rein. Heute vermöbel ich Dich, Zähne werden fallen durch mich. Jetzt (…) liegst in Deinem Blut. Das Blut auf meinen Fäusten, ich find das steht mir gut.“ (Aus: „Eines Tages“) „Südtirol, Deinen Brüdern entrissen, schreit es hinaus, lasst es alle wissen. Südtirol, Du bist noch nicht verloren, in der Hölle sollen Deine Feinde schmoren!“ (Aus: „Südtirol“). Zwei bezeichnende Zitate aus den Liedern der Südtiroler Band „Frei.Wild“.