Klare Ansage gegen Rechtsextremismus
- Samstag, 12. Oktober 2019 @ 22:00
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Eine neue, brisante Dokumentation hat das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) herausgegeben: Sie schildert die jüngsten Einzelfälle der FPÖ – von Juni 2018 bis Ende Juli 2019. Außerdem zeigt sie ein Muster bei so vielen rechtsextremen Einzelfällen. Und sie behandelt die Frage, ob die FPÖ in absehbarer Zeit regierungsfähig werden kann.
Die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) übt scharfe Kritik an der WEVA: „Der Stadt das Böhse-Onkelz-Konzert einzubrocken, ist einfach verantwortungslos“, stellt Antifa-Vorsitzender Werner Retzl fest. „Wenn WEVA-Chef Manfred Leodolter sagt, dass sich die Band vom Neonazismus distanziert hat, lässt er die halbe Wahrheit weg. Denn nach wie vor ist ein beträchtlicher Teil der Fans tiefbraun.“
Nach dem „überraschenden“ Besuch etlicher Campingwagen alljährlich durchreisender Roma und Sinti am Welser Messegelände haben die Verantwortlichen von Stadt und Messe Wels wieder einmal die Verbotsschilder ausgepackt. „Statt auf Gespräche und Gastfreundschaft zu setzen, will man einmal mehr den Campingtourismus unterbinden.
Ein politisches Armutszeugnis und gleichzeitig Eingeständnis ihres rechtsextremen Charakters ist die Präsentation eines 32-seitigen Rohberichts einer etwa 1.200-seitigen Parteigeschichte der FPÖ, stellt KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner fest. Dem Urteil des Politologen Ferdinand Karlhofer „Das hat mit historischer Aufarbeitung nichts zu tun“ ist daher voll und ganz zuzustimmen.
In den letzten Tagen geistert wieder einmal das Antiziganismus-Gespenst durch die Lokalpolitik. Beim letzten Aufenthalt von Roma im Messegelände sei es zu „Vandalismus“ und „Zwischenfällen“ gekommen, heißt es. Genaueres weiß man aber weder bei der Polizei noch sonst wo, ja selbst die diversen rechten Krawallblätter schweigen.
Wenn nach dem Ibiza-Skandal die FPÖ auf Bundesebene als Koalitionspartner untragbar geworden ist, muss dies zwangsläufig auch für Länder und Gemeinden gelten, meint KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner. Nach der Aufkündigung des rot-blauen Koalitionspakts in Linz durch Bgm. Klaus Luger (SPÖ) sieht die KPÖ jetzt LH Thomas Stelzer (ÖVP) auf Landesebene in der Pflicht. Gleiches muss auch für die Welser ÖVP in Hinblick auf ihren Koalitionspakt mit der FPÖ gelten.